Oberschule Badenhausen

OBS ist erneut Weltklasse-Schule

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Globale Bildungskampagne würdigt Einsatz der Schüler für das Menschenrecht auf Bildung.

Maren Jesaitis von der Globalen Bildungskampagne überreichte dem Wahlpflichtkurs Politik unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch die erneute Auszeichnung zur Weltklasse-Schule. Damit wurde der Einsatz des Kurses für das Menschenrecht auf Bildung gewürdigt. Hierfür betätigten sich die Schüler als „Lobbyisten“ für mehr als 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit, die keine Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen, heißt es vonseiten der Schule.

Die Schüler schrieben Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region und forderten sie auf, sich für mehr Investitionen in die Bildung weltweit und auch in Deutschland einzusetzen. In der Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht konnten die Schüler ganz konkret diesen Missstand am Partnerprojekt der Oberschule Badenhausen, „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“, erleben. Das Partnerprojekt unterstützt in erster Linie die Wiederaufforstung Haitis, setzt sich aber auch für die Stärkung der Bildung ein.

Denn die Bildungssituation in Haiti sei katastrophal, berichtet die Schule. Die Analphabetenquote betrage 50 Prozent und es gebe kaum Schulen. Die wenigen Schulen seien überwiegend Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können.

Zudem würden durch Naturkatastrophen immer wieder Schulen zerstört. Diese katastrophale Bildungssituation wirke sich auf das Land aus: Eine Infrastruktur sei kaum vorhanden und gut Ausgebildete verlassen Haiti.

Doch selbst in einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland lägen die Bildungsausgaben unter dem OECD-Durchschnitt und etliche Schulgebäude befänden sich in einem katastrophalen Zustand, kritisiert die Schule. Zudem würden die sächliche und personelle Ausstattung im IT-Bereich den heutigen und vor allem zukünftigen Anforderungen zumeist überhaupt nicht genügen. Auch hier wurden die Politiker dazu aufgerufen, mehr in das Zukunftskapital Bildung zu investieren.

Erfreut zeigten sich die Schüler über die Reaktionen der Politiker. Bis auf Jürgen Trittin haben alle geantwortet und angekündigt, sich für das Ansinnen der Schüler einzusetzen. Dr. Roy Kühne (CDU) hat zudem die Einladung der Schüler, in der Schule mit ihm über die Situation der Bildungsfinanzierung und das Partnerprojekt zu diskutieren, angenommen. Konstantin Kuhle (FDP) hat die Schüler sogar nach Berlin eingeladen.

Da die Oberschule Badenhausen bereits zum zweiten Mal als Weltklasse-Schule ausgezeichnet wurde, hatte Maren Jesaitis eine weitere Überraschung im Gepäck: Die Globale Bildungskampagne lädt die Schüler des Kurses ein, die zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne im Frühsommer 2019 in Berlin durchzuführen.

Im letzten Schuljahr wurde diese Aktion von einer Berliner Schule vor dem Reichstag zusammen mit vier Bundestagsabgeordneten umgesetzt. Die Abgeordneten sollen Druck machen, lautete eine Forderung der Schüler, damit Deutschland mehr Geld für Bildung in ärmeren Ländern ausgibt, mit dem Schulen gebaut, Lehrer ausgebildet, Frauen gefördert und Menschen mit Behinderungen an inklusiver Bildung beteiligt werden können. Um die Aktion gemeinsam mit den Schülern auszuarbeiten und vorzubereiten, wird zuvor ein Team der Globalen Bildungskampagne einen Workshop mit den Schülern des Wahlpflichtkurses Politik machen.

Die Schüler des Kurses reagierten auf die Einladung nach Berlin mit großer Begeisterung. „Die Schüler erfahren mit solchen Aktionen, dass sie Gehör finden und sich politisch einbringen können. So ein Gefühl der Selbstwirksamkeit ist immens nachhaltig und führt bei vielen Schülern zu einem politischen Interesse und ein Engagement für die Menschenrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung“, ist Thomas Koch überzeugt. Die Globale Bildungskampagne ist eine weltumspannende Bewegung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf eine gute, inklusive Bildung verwirklichen können.

Dafür würden Regierungen und internationale Organisationen wie die Weltbank beobachtet. Es werde durch öffentliche Aufmerksamkeit Druck gemacht, wenn sie den Kampf gegen die globale Bildungsmisere vernachlässigen oder ihre Politik zu mehr Bildungsungerechtigkeit führe, so die Schule.

Gemeinsam mit Schülern und Lehrkräften fordere die Globale Bildungskampagne daher jedes Jahr Regierungen weltweit auf, mehr für Bildung zu tun, indem Briefe an Abgeordnete geschrieben werden, mit ihnen diskutiert und Medienarbeit betrieben wird sowie öffentliche Aktionen durchgeführt werden.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 01.11.18; ähnlich auch im Seesener Beobachter vom 29.10.18)

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