Oberschule Badenhausen

Haiti-Projekt: Johannes Schaaf vom Hilfswerk Misereor zu Besuch an der OBS

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Der für die Partnerschaft zuständige Misereor-Mitarbeiter berichtete über das Hilfsprojekt der Oberschule.

Besuch aus Aachen hatte der Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch: Aus der Zentrale des katholischen Hilfswerkes Misereor kam der für die Partnerschulen zuständige Mitarbeiter Johannes Schaaf in den Harz, um Neues über das Partnerprojekt „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“ zu berichten.

Die Schüler begrüßten Schaaf mit einem Geschenk und überreichten ihm einen Scheck über 200 Euro für das Partnerprojekt. Seit Beginn der Partnerschaft konnten damit fast 1000 Euro für das Partnerprojekt überwiesen werden. „200 Euro sind in Haiti eine Menge Geld“, so Schaaf, „denn das durchschnittliche Jahreseinkommen in Haiti beträgt gerade einmal 600 Euro. Und für das Waldgarten-Projekt bedeuten 200 Euro, dass man 400 Bäume neu anpflanzen kann.“

Johannes Schaaf war schon mehrfach Gast in Badenhausen und kommt gern in die Oberschule. „Mittlerweile ist da schon ein gewisses Verbundenheitsgefühl“, sagte er. Schließlich ist die Oberschule seit 2016 eine von lediglich 16 Misereor-Partnerschulen und unterstützt vor allem das Haiti-Projekt. Haiti, eines der ärmsten Länder der Erde, zählt zu den sogenannten „gefallenen Staaten“, das bedeutet, dass man dort keine funktionierende Infrastruktur vorfindet: kaum Krankenhäuser, kaum Schulen. Schaaf erzählte von seinem ersten Besuch auf Haiti: „Beim Landeanflug musste das Flugzeug noch einmal hochziehen, um nicht mit einer anderen Maschine zusammenzustoßen. Im Flughafen der Hauptstadt Port-au-Prince hatte nur ein Fluglotse Dienst und dieser befand sich während dieser Situation auf der Toilette.“

Auch die Bildungssituation in Haiti ist katastrophal. Die Analphabetenquote liegt bei fast 50 Prozent und die Kindersterblichkeit ist 15 Mal höher als in Deutschland. Über 80 Prozent der Bevölkerung arbeitet im landwirtschaftlichen Sektor, dennoch ist Haiti von Lebensmittellieferungen aus dem Ausland abhängig, da eine massive Abholzung zu einer erheblichen Bodenerosion geführt hat, sodass die Felder kaum noch Erträge bringen.

„Zudem macht sich der Klimawandel in Haiti bemerkbar“, berichtete Schaaf, „die Hurrikans, die es dort schon immer gab, nehmen an Intensität zu und tragen den Boden noch schneller ab.“ Daher wandern viele Einwohner Haitis in die Slums der Großstädte ab oder versuchen ihr Glück im Ausland. Hier setzt das von der Oberschule unterstützte Projekt an: Kleinbauern werden aufgeklärt, erhalten Bildung und Unterstützung und werden in die Lage versetzt, Agroforstwirtschaft zu betreiben – sie legen sogenannte Waldgärten an. Mithilfe von Erosionsschutzmauern und –furchen wird versucht, der Bodenerosion entgegenzuwirken, Bäume und Sträucher werden angepflanzt und halten den Boden. Dazwischen wird Landwirtschaft betrieben. Somit erhalten die Einwohner Haitis nach und nach wieder eine Zukunftsperspektive und die Umwelt wird dank dieser nachhaltigen Anbaumethode geschont.

Die OBS profitiert von dieser Partnerschaft. Die Schüler lernen anhand eines realen Projektes, welche Auswirkungen ein rücksichtloser Umgang mit der Natur und fehlende Bildung haben, und erkennen gleichzeitig nachhaltige Lösungsmöglichkeiten. Diese Erkenntnisse setzen sie in konkrete Handlungen – Informationsveranstaltungen für Mitschüler oder Spendenveranstaltungen – um. Dabei bietet Misereor seinen Partnerschulen umfangreiches Unterrichtsmaterial sowie Besuche von Experten, die den Unterricht bereichern und anschaulich über die Situation in den jeweiligen Partnerprojekten und den Fortgang des Projektes berichten können. Gleichzeitig ist die Oberschule Badenhausen auch im Netzwerk der bundesweiten Partnerschulen vertreten und profitiert von einem regen Austausch.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 20.11.18; ähnlich auch im Seesener Beobachter vom 20.11.18)

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