Oberschule Badenhausen

Fairer Handel zieht in den Sport der OBS Badenhausen ein

Schüler engagieren sich für Bildung und fairen Handel weltweit. Als Auszeichnung erhielten sie von der Fairtraderegion Göttingen fair gehandelte Fußbälle.

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Seit 2017 ist die Oberschule Badenhausen eine von 15 Partnerschulen des katholischen Hilfswerks Misereor. Die Schüler setzen sich dabei vor allem für das Partnerprojekt „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“ ein. Dabei geht es um die Wiederaufforstung Haitis, um eine weitere Erosion des Bodens zu verhindern und den Kleinbauern in Haiti wieder eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Doch steckt in dieser Partnerschaft noch mehr. Es geht um eine Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE). „Hierbei ergänzen die weiteren Profilbausteine unserer Schule – die Auszeichnung als Umweltschule in Europa und als Weltklasse-Schule – den Aspekt einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.“, erläutert der BNE-Koordinator der Oberschule Badenhausen, der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch. „Unsere Schüler setzen sich für den Erhalt der Umwelt und einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur ein.

 

Zudem engagieren sie sich für das Menschenrecht auf Bildung. So gestaltet der Wahlpflichtkurs Politik des achten Jahrgangs die diesjährige zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne vor dem Bundestag in Berlin.“, so Koch weiter.

Im Zuge dieser Profilbildung beschäftigen sich die Schüler auch mit den Prinzipien des Fairen Handels. Zumal Misereor ein Mitbegründer der Fairtradeorganisation GEPA ist. So besuchten die Schüler des Schulkiosks beispielsweise die Fair-Handelsorganisation El Puente in Nordstemmen und die Schüler des Wahlpflichtkurses Politik setzen sich mit dem Fairen Handel unterschiedlicher Produkte auseinander.

Jetzt zieht der Faire Handel auch in den Fachbereich Sport ein. Die Fachkonferenzleiterin Stephanie Kuchenbecker konnte jüngst im Rahmen des Fußballturniers des zehnten Jahrgangs fair gehandelte Fußbälle entgegennehmen, die Joachim Berchtold, Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik für Stadt und Landkreis Göttingen, der Schule überreichte.

Berchtold ging bei der Übergabe auf wesentliche Aspekte des Fairen Handels ein, der schon lange keine Nische mehr, sondern im Bewusstsein der Gesellschaft angekommen sei. Einige Produkte wie Kaffee, Säfte oder Schokolade finde man fast überall, vom Bioladen bis zum Discounter. Doch die Fairtraderegion Göttingen möchte die Idee des Fairen Handels noch stärker in den Schulen der Stadt und des Landkreises Göttingen verankern. Ein erster symbolischer Schritt ist der Einsatz fair gehandelter Fußbälle. Bei der Übergabe der Fußbälle machte Joachim Berchtold auf die Produktion von Fußbällen aufmerksam. So stammen etwa zwei Drittel der weltweit hergestellten Fußbälle aus der pakistanischen Stadt Sialkot. Auch wenn immer häufiger maschinelle Näh- und Klebeverfahren zum Einsatz kommen, werden sie zu einem großen Teil noch von Hand genäht. Nach Angabe der Fairtraderegion erhalten die Näher lediglich 50 bis 60 Cent pro Ball. In den Fabriken gibt es zudem keine festen Arbeits- und Pausenzeiten und keinen ausreichenden Arbeitsschutz. Auch komme es immer wieder zum Einsatz von Kindern.

Bei diesen Arbeitsbedingungen setzt der Faire Handel an. Der Ball der Fairtraderegion wird nach Fairtrade-Standards hergestellt. Das bedeutet, dass sich die Bezahlung an einer existenzsichernden Entlohnung orientiert. Die Löhne sind dabei im Durchschnitt um etwa 30 Prozent höher als konventionelle Löhne. In den Fabriken gibt es unter anderem vertraglich festgelegte Anstellungsverhältnisse, eine Krankenversicherung, Pausenzeiten, Ruhetage, und bezahlte Krankheits- und Urlaubstage sowie Regelungen zu einer sicheren, die Gesundheit achtenden Arbeitsumgebung. Heim- und Kinderarbeit sind vom Arbeitsprozess ausgeschlossen. So können die Arbeits- und Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden.

Die Schüler des zehnten Jahrgangs hörten des Ausführungen Berchtoldts aufmerksam zu und freuten sich über die qualitativ hochwertigen Bälle. Im anschließenden Fußballturnier gab es dann auch packende und ausgeglichene Spiele. Am Ende konnte sich die Klasse 10a über den Turniersieg freuen.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 11.03.19)

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