Oberschule Badenhausen

Soziales und nachhaltiges Lernen - Partnerschule von Misereor

Partnerschule von Misereor

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Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die Oberschule Badenhausen als Partnerschule von Misereor:

 

OBS ist erneut Weltklasse-Schule

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Globale Bildungskampagne würdigt Einsatz der Schüler für das Menschenrecht auf Bildung.

Maren Jesaitis von der Globalen Bildungskampagne überreichte dem Wahlpflichtkurs Politik unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch die erneute Auszeichnung zur Weltklasse-Schule. Damit wurde der Einsatz des Kurses für das Menschenrecht auf Bildung gewürdigt. Hierfür betätigten sich die Schüler als „Lobbyisten“ für mehr als 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit, die keine Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen, heißt es vonseiten der Schule.

Die Schüler schrieben Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region und forderten sie auf, sich für mehr Investitionen in die Bildung weltweit und auch in Deutschland einzusetzen. In der Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht konnten die Schüler ganz konkret diesen Missstand am Partnerprojekt der Oberschule Badenhausen, „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“, erleben. Das Partnerprojekt unterstützt in erster Linie die Wiederaufforstung Haitis, setzt sich aber auch für die Stärkung der Bildung ein.

Denn die Bildungssituation in Haiti sei katastrophal, berichtet die Schule. Die Analphabetenquote betrage 50 Prozent und es gebe kaum Schulen. Die wenigen Schulen seien überwiegend Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können.

Zudem würden durch Naturkatastrophen immer wieder Schulen zerstört. Diese katastrophale Bildungssituation wirke sich auf das Land aus: Eine Infrastruktur sei kaum vorhanden und gut Ausgebildete verlassen Haiti.

Doch selbst in einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland lägen die Bildungsausgaben unter dem OECD-Durchschnitt und etliche Schulgebäude befänden sich in einem katastrophalen Zustand, kritisiert die Schule. Zudem würden die sächliche und personelle Ausstattung im IT-Bereich den heutigen und vor allem zukünftigen Anforderungen zumeist überhaupt nicht genügen. Auch hier wurden die Politiker dazu aufgerufen, mehr in das Zukunftskapital Bildung zu investieren.

Erfreut zeigten sich die Schüler über die Reaktionen der Politiker. Bis auf Jürgen Trittin haben alle geantwortet und angekündigt, sich für das Ansinnen der Schüler einzusetzen. Dr. Roy Kühne (CDU) hat zudem die Einladung der Schüler, in der Schule mit ihm über die Situation der Bildungsfinanzierung und das Partnerprojekt zu diskutieren, angenommen. Konstantin Kuhle (FDP) hat die Schüler sogar nach Berlin eingeladen.

Da die Oberschule Badenhausen bereits zum zweiten Mal als Weltklasse-Schule ausgezeichnet wurde, hatte Maren Jesaitis eine weitere Überraschung im Gepäck: Die Globale Bildungskampagne lädt die Schüler des Kurses ein, die zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne im Frühsommer 2019 in Berlin durchzuführen.

Im letzten Schuljahr wurde diese Aktion von einer Berliner Schule vor dem Reichstag zusammen mit vier Bundestagsabgeordneten umgesetzt. Die Abgeordneten sollen Druck machen, lautete eine Forderung der Schüler, damit Deutschland mehr Geld für Bildung in ärmeren Ländern ausgibt, mit dem Schulen gebaut, Lehrer ausgebildet, Frauen gefördert und Menschen mit Behinderungen an inklusiver Bildung beteiligt werden können. Um die Aktion gemeinsam mit den Schülern auszuarbeiten und vorzubereiten, wird zuvor ein Team der Globalen Bildungskampagne einen Workshop mit den Schülern des Wahlpflichtkurses Politik machen.

Die Schüler des Kurses reagierten auf die Einladung nach Berlin mit großer Begeisterung. „Die Schüler erfahren mit solchen Aktionen, dass sie Gehör finden und sich politisch einbringen können. So ein Gefühl der Selbstwirksamkeit ist immens nachhaltig und führt bei vielen Schülern zu einem politischen Interesse und ein Engagement für die Menschenrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung“, ist Thomas Koch überzeugt. Die Globale Bildungskampagne ist eine weltumspannende Bewegung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf eine gute, inklusive Bildung verwirklichen können.

Dafür würden Regierungen und internationale Organisationen wie die Weltbank beobachtet. Es werde durch öffentliche Aufmerksamkeit Druck gemacht, wenn sie den Kampf gegen die globale Bildungsmisere vernachlässigen oder ihre Politik zu mehr Bildungsungerechtigkeit führe, so die Schule.

Gemeinsam mit Schülern und Lehrkräften fordere die Globale Bildungskampagne daher jedes Jahr Regierungen weltweit auf, mehr für Bildung zu tun, indem Briefe an Abgeordnete geschrieben werden, mit ihnen diskutiert und Medienarbeit betrieben wird sowie öffentliche Aktionen durchgeführt werden.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 01.11.18; ähnlich auch im Seesener Beobachter vom 29.10.18)

 

Großer Einsatz beim Umweltschultag

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Am letzten Schultag vor den Herbstferien hat die Oberschule Badenhausen als Umweltschule in Europa traditionell ihren Umweltschultag durchgeführt. Dieser findet immer zweimal im Schuljahr statt: vor den Herbst- und vor den Osterferien. Doch auch in der Zwischenzeit kümmern sich alle Klassen um einen klasseneigenen Bereich des umfangreichen und idyllisch im Grünen liegenden Schulgrundstücks. Bäume und Büsche werden gepflanzt, das Hochbeet gepflegt, Unkraut gezupft und die Ernte eingefahren. Jetzt im Herbst standen wieder die Beetpflege, das Beschneiden der Bäume und Sträucher sowie vor allem die Ernte an. Alle Schüler waren mit Eifer dabei. Nebenbei erläuterten die Lehrkräfte auch die Beetpflege, gaben Informationen über einheimische Pflanzen und deren Pflege sowie über die Verwendung der geernteten Früchte.

So hat der Wahlpflichtkurs Umweltschule unter der Leitung von Isabel Schäfer bereits im Vorfeld die Äpfel der schuleigenen Streuobstwiese geerntet und zu Apfelkuchen weiterverarbeitet. Dieser wurde dann in der Mittagspause an die Schüler verkauft. Auch die benachbarte Grundschule in Gittelde wurde mit dem selbst gebackenen Kuchen beliefert. Der Erlös floss zum einen in die Anschaffung neuer Gartengeräte und Pflanzen und zum anderen in das Partnerprojekt „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“, das die Oberschule als Partnerschule von Misereor seit zwei Jahren unterstützt. Dabei wird das bettelarme Land in der Wiederaufforstung und dem Anlegen sogenannter Waldgärten unterstützt, um die weitere Erosion des Bodens zu verhindern und den Kleinbauern Haitis wieder eine Zukunftsperspektive zu geben. Als Umweltschule in Europa übernimmt die Oberschule Badenhausen damit ihre Verantwortung für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit unserer Welt.

(Thomas Koch, ähnlich auch im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 06.10.18)

 

Spenden für Haiti und eine Einladung der Bundespolitik

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Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen erfolgreich in das neue Schuljahr gestartet

Der Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, der verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor und die Unterstützung für das Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ ist, konnte erfolgreich in das neue Schuljahr starten.

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres konnten die Schülersprecher Daria Rosenthal und Tobias Krügener dem Kurs die freudige Mitteilung überbringen, dass beim „Tag für Afrika“, den die Schülervertretung der OBS organisierte und der am 19. Juni durchgeführt wurde, über 240 Euro für das Partnerprojekt der Schule, „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“, gespendet wurden. Der zuständige Abteilungsleiter von Misereor, Andreas Lohmann, bedankte sich im Auftrag von Misereor mit einer Urkunde bei den Schülern und wies darauf hin, dass mittlerweile fast 30.000 Bauernfamilien in Haiti an diesem Projekt teilnehmen und dies für die Familien eine erhebliche Verbesserung der Lebenssituation mit sich bringt. Durch die Bewirtschaftung in Form der Agroforstwirtschaft können die Böden in Haiti gesichert werden und der landwirtschaftliche Anbau erholt sich, sodass auf den lokalen Märkten auch wieder einheimische Produkte angeboten werden, wovon die Bauernfamilien profitieren.

Darüber hinaus konnte Thomas Koch dem Kurs mitteilen, dass fast alle Bundestagsabgeordneten, die der Kurs im Juni im Rahmen der Globalen Bildungskampagne „Weltklasse! – Bildung ist mehr wert“ anschrieb, geantwortet haben. In den Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD, Jürgen Trittin (Grüne), Konstantin Kuhle (FDP) und Dr. Roy Kühne (CDU) riefen die Schüler die Politiker dazu auf, weltweit, vor allem in Haiti, aber auch in Deutschland mehr Geld in Bildung zu investieren. Während der Ferienzeit erhielt der Kurs nun Antworten von Thomas Oppermann, Dr. Roy Kühne und Konstantin Kuhle. Dr. Roy Kühne leitete das Schreiben des Kurses zudem an das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Leitung der Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) weiter, das sich gleichfalls bei den Schülern zurückmeldete. Dr. Kühne möchte zudem das Angebot der Schüler wahrnehmen und in der Oberschule Badenhausen mit ihnen über die weltweite, aber auch die regionale Bildungssituation zu diskutieren sowie mehr über das Partnerprojekt zu erfahren. Die Schüler freuen sich schon auf den Besuch. Noch mehr freuten sie sich allerdings über die Einladung von Konstantin Kuhle. Der FDP-Abgeordnete lud den Kurs zu einem Besuch in den Bundestag ein, um mit ihnen gleichfalls über die weltweite und regionale Bildungssituation sowie über das Misereor-Partnerprojekt zu diskutieren. Die Vorbereitungen für die Fahrt nach Berlin laufen bereits auf Hochtouren und die Schüler erfahren so, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und sich einzubringen.

(Auch im Seesener Beobachter vom 03.09.18 und im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 02.10.18)

 

Oberschüler arbeiten für Afrika

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Am 19. Juni nahmen 40 Schüler der Oberschule Badenhausen am „Tag für Afrika“ teil und erarbeiteten 1040 Euro für Bildungsprojekte in sieben afrikanische Staaten sowie für ein Schutzprogramm für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Deutschland. Ein Teil des Erlöses kommt auch dem Misereor-Partnerprojekt der Oberschule, „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“, zugute.

Die Initiative für diesen besonderen Tag ging von der Schülervertretung der Oberschule Badenhausen unter der Leitung der Betreuungslehrkraft Nina Eberle aus. Zusammen mit den Schülersprechern Daria Rosenthal und Tobias Krügener initiierte und organisierte sie diesen Tag.

„Dein Tag für Afrika“ ist eine bundesweite Kampagne für Schüler aller Schulformen und jeden Alters. Seit 2003 wird dieser Tag von dem gemeinnützigen Verein Aktion Tagwerk organisiert und veranstaltet. Die Idee dahinter ist relativ einfach. Anstatt zur Schule gehen die Schüler an einem Tag im Schuljahr arbeiten. Den Lohn spenden die Schüler dann für die Bildungsprojekte der Projekt- und Kooperationspartner Human Help Network und Brot für die Welt. Diese werden in den Ländern Uganda, Ruanda, Burundi, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Guinea und Simbabwe durchgeführt. Aber auch ein Schutzprogramm für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Deutschland wird unterstützt.

Ein Teil der Spenden können auch für eigene Projekte eingesetzt werden. Als Misereor-Partnerschule war es natürlich selbstverständlich, dass die Oberschule Badenhausen ein Teil der Spenden daher dem Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ zukommen lässt. Haiti zählt zu den sogenannten „failed states“, das heißt, eine funktionierende öffentliche Verwaltung, Polizei, ein Gesundheitssystem und ähnliche Einrichtungen existieren dort praktisch nicht. Zudem lebt ein Großteil der rund acht Mio Einwohner in bitterer Armut. 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, dennoch ist Haiti nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Aufgrund einer rücksichtslosen Abholzung sind kaum noch Wälder vorhanden, wodurch fruchtbarer Boden nicht mehr gehalten werden kann und die Einwohner nichts mehr anbauen können. Hier setzt das unterstützte Projekt von Misereor an. Die Bevölkerung soll über die Folgen der Abholzungen aufgeklärt werden. Bäumen werden gepflanzt, um zum einen, den Boden zu halten, und zum anderen auch Erträge in Form von Früchten zu bekommen oder als Tropenholz gefällt oder verkauft zu werden. Im Rahmen dieser Partnerschaft gilt es auch, die Bildung in Haiti zu stärken, denn die Bildungssituation in Haiti ist katastrophal. Staatliche Schulen sind überfüllt, haben keine Materialien und die Lehrer sind schlecht bis gar nicht ausgebildet. Die Folgen sind eine enorme Analphabeten-Quote von 50 Prozent sowie bittere Armut und eine Flucht in die Slums der Städte.

Mit diesem Einsatz zeigen die Schüler der Oberschule Badenhausen einmal mehr soziales Engagement und die Übernahme von Verantwortung für die „Eine Welt“.

(Auch im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 03.07.18)

 

"Weltklasse! Bildung ist mehr wert"

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Schüler der Oberschule Badenhausen fordern von Politikern höhere Investitionen in die Bildung

Der Wahlpflichtkurs Politik des 7. und 8. Jahrgangs der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch forderte die Bundestagsabgeordneten der Region auf, sich für höhere Investitionen im Bildungsbereich – hier in Deutschland, aber auch weltweit – einzusetzen.

Im Rahmen der Globalen Bildungskampagne „Weltklasse! Bildung ist mehr wert“ haben die Schüler der Wahlpflichtkurses Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region – an Thomas Oppermann von der SPD, Dr. Roy Kühne von der CDU, Jürgen Trittin von den Grünen und Konstantin Kuhle von der FDP – geschrieben und sie dazu aufgefordert, sich für höhere Investitionen in der Bildung sowohl in Deutschland, aber auch weltweit einzusetzen.

Zuvor haben sich die Schüler im Unterricht mit der weltweiten Bildungssituation auseinandergesetzt. Nach Angaben der Globalen Bildungskampagne, die sich für eine Stärkung des Menschenrechts auf Bildung einsetzt, können weltweit 260 Millionen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Schule gehen. Kriege, Bürgerkriege, eine schlechte Infrastruktur, zu hohe Schulkosten, schlecht ausgestattete Schulen, schlecht ausgebildete Lehrkräfte – dies alles führt dazu, dass viele Kinder und Jugendliche ihr Menschenrecht auf Bildung nicht wahrnehmen können. So verfügen nur 1 Prozent der Schulen in Tansania über ein Waschbecken, in Kenia besitzen lediglich 21 Prozent der Schulen eine Toilette und in Liberia sind gerade einmal 6 Prozent der Schulen an der Stromversorgung angeschlossen. Ganz konkret konnten die Schüler diesen Missstand in der Auseinandersetzung mit ihrem Misereor-Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ erleben. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule Badenhausen dieses Projekt, indem die Schulgemeinde und die Öffentlichkeit über die Situation in Haiti informiert, das Thema im Unterricht behandelt wird, der Kontakt mit Misereor gestaltet wird und Spenden gesammelt werden. Das Partnerprojekt unterstützt die Wiederaufforstung Haitis, aber auch die Stärkung der Bildung. Denn die Bildungssituation in Haiti ist katastrophal. Die Analphabetenquote beträgt 50%, es gibt kaum Schulen, an denen wirklich anständig Bildung vermittelt wird. Mehr als 80% der Schulen sind Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können. Zudem werden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hurrikans immer wieder auch Schulen zerstört. Die Folgen liegen auf der Hand: ein Leben in Armut, eine hohe Geburtenrate, der wirtschaftliche Niedergang des Landes, kaum Zukunftsperspektiven. Viele versuchen diesem Teufelskreis zu durchbrechen, indem sie ihr Land verlassen und in die Nachbarländer oder nach Europa fliehen. Hier besteht also Handlungsbedarf, denn schließlich haben sich alle Unterzeichner der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen dazu verpflichtet, dieses Recht einzuhalten und zu schützen.

Die Schüler des Kurses konnten aber auch feststellen, dass selbst in so einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland mehr in Bildung investiert werden muss. So kann man immer wieder etwas über die katastrophalen Zustände etlicher Schulgebäude in Deutschland lesen. Und auch die Oberschule selbst ist betroffen. So sind den Schülern die Weiterentwicklung des digitalen Lernens und der Aufbau einer digitalen Infrastruktur wichtig, da die Oberschule Badenhausen eine MINTfreundliche – digitale Schule ist. Das methodisch-didaktisch Konzept wurde ausgezeichnet, der Schulträger ist bemüht, die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, aber bei dieser „Riesenaufgabe“ der Digitalisierung müssen die Schulträger mehr finanziell unterstützt werden.

Darüber hinaus stand bereits die Existenz der Oberschule in Frage. Hintergrund war auch hier der Investitionsdruck (u.a. energetische Maßnahmen, Brandschutz, Inklusion) des Schulträgers und der demografische Wandel. Dank massiver Protestaktionen der gesamten Schulgemeinde konnte der Fortbestand der Schule vorerst gesichert werden. Dennoch sehen die Schüler auch hier einen dringenden Handlungsbedarf: Für ein umfassendes und nachhaltiges Bildungsangebot im ländlichen Bereich muss mehr investiert werden, damit auch kleinere Schulstandorte erhalten bleiben können. Diese Forderungen richteten die Schüler an die Politiker und klärten in einer offenen Projektarbeit auch ihre Mitschüler aus anderen Kursen und Klassen über die weltweite Situation der Bildung auf. Gleichzeitig luden sie die Politiker auch nach Badenhausen ein, um mit ihnen über die Situation der Bildung hier in Deutschland, aber auch in Haiti und weltweit zu diskutieren. Gespannt warten sie, ob und wie die Politiker antworten werden.

(HarzKurier - Zeitung des Landkreises Göttingen vom 28.06.18 und Seesener Beobachter vom 28.06.18)

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Vielfältige Landwirtschaft fördern

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Die Schüler der Oberschule Badenhausen fordern von der EU-Kommission, die Fusion der beiden Chemiefirmen Bayer und Monsanto zu „BaySanto“ abzulehnen.

Durch die Partnerschaft mit der Hilfsorganisation Misereor engagieren sich die Schüler des Wahlpflichtkurses Politik der Oberschule Badenhausen (OBS) immer stärker zu politischen Themen.

Jetzt beteiligten sich die Schüler zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Koch an der Misereor-Aktion „Saat für Vielfalt“. Im Unterricht beschäftigten sie sich mit den Folgen der Entstehung weltweiter Agrarfirmen. Im Mittelpunkt stand dabei die Fusion der beiden Chemiefirmen Monsanto und Bayer zu „BaySanto“.

Dieses Unternehmen könnte damit zum weltweit größten Hersteller von Saatgut und Pestiziden werden und hätte damit einen großen Einfluss auf die weltweite Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion.

Diesen Einfluss könnte das Unternehmen nutzen, um kleinbäuerliche Betriebe über eine entsprechende Preis- und Produktpolitik unter Druck zu setzen. Im Zusammenhang mit der Fusion würden Bayer und Monsanto auf die angespannte Ernährungssituation im Zuge der steigenden Weltbevölkerung verweisen und die Landwirtschaftsindustrie stärken und weiterentwickeln wollen.

Misereor allerdings weist darauf hin, dass bereits jetzt 12 Milliarden Menschen mit den weltweit erzeugten Nahrungsmitteln versorgt werden könnten. Doch werde mehr als die Hälfte der Nahrungsmittel für Tierfutter oder als Kraftstoff verwendet. Auch verbrauchen große landwirtschaftliche Firmen weltweit 70 Prozent der Anbauflächen und würden nur 30 Prozent der Nahrungsmittel produzieren, während die bäuerliche Landwirtschaft bei nur 30 Prozent Anbaufläche 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel erzeugt.

Hier müsse die bäuerliche Landwirtschaft gestärkt und die Entwicklung landwirtschaftlicher Großbetriebe eingedämmt werden, so Misereor. Saatgut in den Händen weniger Konzerne lasse die Preise steigen, mache die Bauern abhängig von chemischem Dünger und Pestiziden und führe zum Verlust von bäuerlichen Saatgutsorten.

Die Schüler setzten sich daher auch mit Alternativen auseinander.

So unterstützt Misereor weltweit Kleinbauern und entwickelt mit ihnen gemeinsam Anbaualternativen.

Im Partnerprojekt der OBS, „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“, wird dies deutlich, indem die Bauern in Haiti geschult werden, systematisch Waldgärten anzulegen, um damit die Erosion des Bodens und die Entstehung von Monokulturen zu verhindern und gleichzeitig die Möglichkeit der Eigenversorgung und des Verkaufs von Nahrungsmitteln sowie die Artenvielfalt zu sichern. Chemischer Dünger und der Einsatz von Pestiziden kann somit minimiert werden.

Als Ergebnis schrieben die Schüler E-Mails an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, um sie aufzufordern, die Fusion der beiden Firmen abzulehnen.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 09.11.17 und im Seesener Beobachter vom 03.11.17)

 

Oberschule engagiert sich für das Menschenrecht auf Bildung

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Die OBS Badenhausen wurde mit dem Weltklasse-Siegel ausgezeichnet.

Der Wahlpflichtkurs Politik des siebten und achten Jahrgangs, der die Partnerschaft mit Misereor hauptsächlich betreut, hat Besuch aus Berlin bekommen. Maren Jesaitis, Kampagnenleiterin der Globalen Bildungskampagne, kam an die Oberschule Badenhausen (OBS), um den Schülern das Weltklasse-Siegel 2017 zu überreichen. Das Weltklasse-Siegel ist eine Auszeichnung, mit der bundesweit Schulen gewürdigt werden, die sich im Rahmen der Weltklasse-Aktion der Globalen Bildungskampagne für das Menschenrecht auf Bildung starkmachen und ihre Botschaften aktiv in die Politik tragen.

Die Globale Bildungskampagne honoriert damit das Engagement der OBS für das Menschenrecht auf Bildung. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule seit dem vergangenen Schuljahr das Entwicklungsprojekt „Agroforstwirtschaft – Ein neues Fundament für Haiti“. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben sich die Schüler mit den politischen, wirtschaftlichen, klimatischen und geologischen Gegebenheiten Haitis auseinandergesetzt und sind dabei auch auf die katastrophale Bildungssituation in Haiti gestoßen. Fast 50 Prozent der Einwohner Haitis sind Analphabeten. Staatliche Schulen gibt es kaum, die wenigen, die vorhanden sind, sind zumeist schlecht ausgestattet. Haiti entwickelt sich immer mehr zu einem sogenannten gefallenen Staat, in dem eine staatliche Infrastruktur kaum noch vorhanden ist.

Während der Feierstunde übernahmen die Schüler die Begrüßung mit einem kleinen Theaterstück, in dem die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland denen in Haiti gegenübergestellt wurden. Danach präsentierten sie ihre in den Wahlpflichtkursen durchgeführten Aktivitäten - angefangen bei einer Einführung in die Thematik durch den Misereor-Mitarbeiter Johannes Schaaf, über die Öffentlichkeitsarbeit bei diversen Schulveranstaltungen bis zur Einladung der Direktkandidaten zur Bundestagswahl.

Maren Jesaitis hob das besondere Engagement der OBS hervor: „Es ist wichtig, sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen weltweit einzusetzen. Dies kann man vor allem erreichen, indem man die Politik in die Pflicht nimmt, mit Politikern ins Gespräch kommt und sie immer wieder auf diese Missstände hinweist.“ Gerade in einem Zeitalter, in dem ein amerikanischer Präsident den Nationalismus des 19. Jahrhunderts wieder als Staatsziel ausgebe, sei es wichtig, dass die weltweite Staatengemeinschaft zusammenrücke. Nur gemeinsam könne man die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, ergänzte der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch, der dieses Projekt leitet.

Die Globale Bildungskampagne ist ein internationaler Zusammenschluss von nationalen, regionalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Gemeinsam machen sie auf die globale Bildungsmisere aufmerksam.

Die nächsten Projekte hat der Wahlpflichtkurs bereits im Blick. „Demnächst laden wir den Gewinner des Wahlkreises ein beziehungsweise alle die Kandidaten unserer Region, die es in den Bundestag geschafft haben, um sie gleich in die Pflicht zu nehmen, sich für das Menschrecht auf Bildung speziell in Haiti einzusetzen“, berichtet Thomas Koch.

(Herma Niemann im Seesener Beobachter vom und im Harz Kurier vom 07.10.17)

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.bildungskampagne.org/gbk-uebergibt-brandneues-weltklasse-siegel-die-schuelerinnen-der-oberschule-badenhausen

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Oberschüler ernten reichlich

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Äpfel und Kürbisse wurden gleich zu Saft und Suppe verarbeitet.

Herbstzeit ist Erntezeit. Und das galt auch für die Oberschule Badenhausen (OBS), denn die hat am letzten Tag vor den Herbstferien ihren traditionellen Umweltschultag veranstaltet.

Als „Umweltschule in Europa“ organisiert die OBS immer wieder diverse Projekte zur Umwelterziehung. Hierfür wurden in der Vergangenheit eine Streuobstwiese, ein Insektenhotel, ein Hochbeet, ein Weidentipi und ein „Grünes Klassenzimmer“ auf dem Gelände der Oberschule eingerichtet und angelegt.

Alle diese Projekte, genauso wie das gesamte riesige und naturbelassene Gelände der Schule, müssen dauerhaft gehegt und gepflegt werden. Hierfür ist das gesamte Schulgrundstück in Abschnitte unterteilt, für die immer eine Klasse Pate ist.

Mindestens zweimal im Jahr ist dann die gesamte Schule im Einsatz, um sich um das Schulgelände zu kümmern. Im Herbst kann zudem die Ernte eingefahren und verarbeitet werden, und so lieferte die Streuobstwiese große Mengen an Äpfeln, die gleich zu Apfelsaft gepresst, abgefüllt und verkauft wurden.

Auch das Hochbeet bot eine reiche Ernte. Riesige Kürbisse konnten geerntet werden und wurden zu schmackhaften Suppen weiterverarbeitet, die an die hart arbeitenden Schüler verteilt wurde. Diese genossen die warme Mahlzeit.

Zum Nachtisch bot der Wahlpflichtkurs Misereor Muffins an, die für je 50 Cent verkauft wurden. Der Erlös geht an das Partnerprojekt „Agroforstwirtschaft – Ein neues Fundament für Haiti“, das die OBS als Partnerschule von Misereor unterstützt. Aufgrund massiver Abholzung wird der Boden in Haiti abgetragen und kann für den landwirtschaftlichen Anbau kaum noch genutzt werden. Bereits für 50 Cent kann ein Baumsetzling gekauft und gepflanzt werden.

Mit den Einnahmen aus dem Muffin-Verkauf des Wahlpflichtkurses kann also eine Zukunftsperspektive für etliche Kleinbauern in Haiti geschaffen werden. Alles in allem war der Umwelttag ein gelungener Tag, an dem die Nachhaltigkeit, sowohl ökologisch als auch sozial, im Vordergrund stand.

(Herma Niemann im Seesener Beobachter vom 04.10.17 und im Harz Kurier vom 05.10.17)

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Neuer Misereor Wahlpflichtkurs ist gestartet

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Das neue Schuljahr läuft und damit ist auch ein neuer Misereor Wahlpflichtkurs gestartet. 20 Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich ein Jahr lang mit dem Partnerprojekt der Oberschule Badenhausen – dem Aufbau von Waldgärten in Haiti. Diese Form der Agroforstwirtschaft soll den Einwohnern Haitis, die in großer Armut leben, eine Zukunftsperspektive schaffen. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule Badenhausen dieses Projekt, indem die Arbeit Misereors, die Not in Haiti sowie die klimatischen und infrastrukturellen Schwierigkeiten Haitis, das immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht wird, im Unterricht thematisiert und Aktionen für das Einwerben von Spendengeldern entworfen und durchgeführt werden. So konnte der Misereor Wahlpflichtkurs des letzten Schuljahres dieses Projekt den Direktkandidaten der Bundestagswahl der Grünen, Viola von Cramon, und der FDP, Nicole Langer, vorstellen und auf unterschiedlichen Schulveranstaltungen insgesamt 250 € Spendengelder einwerben, die am Ende des Schuljahres an Misereor übergeben wurden.

(Thomas Koch)

 

Oberschule Badenhausen spendet 250 € für das Partnerprojekt „Waldgärten: Neues Fundament für Haiti“ von Misereor

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Während der Entlassungsfeier des Schuljahres 2016/ 17 wurde die Partnerschaft zwischen der OBS Badenhausen und dem Hilfswerk der katholischen Kirche, Misereor, besiegelt. Die OBS Badenhausen ist nunmehr eine von nur 15 bundesweiten Partnerschulen von Misereor. Bereits während der Entlassungsfeier überreichten die Schülerinnen Ronja Schönewald, Cindy Neupert und Lisa-Marie Gür dem Abteilungsleiter für Projektpartnerschaften von Misereor, Andreas Lohmann, einen symbolischen Scheck über 200 € für das von der OBS Badenhausen unterstützte Projekt „Waldgärten: Neues Fundament für Haiti“. Dank weiterer Spenden während der Entlassungsfeierlichkeiten konnte dieser Betrag noch einmal um 50 € auf 250 € erhöht werden.

Misereor bedankte sich mit einer Urkunde für diese Spende. Damit kann den Kleinbauern in Haiti geholfen werden, damit das Land wieder eine Zukunftsperspektive erhält.

(Thomas Koch)

 

Schüler informieren sich über fairen Handel

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Buddys der Oberschule Badenhausen besuchten die Fairhandels-Organisation El Puente in Nordstemmen.

Im Rahmen ihres Haiti-Projekts besuchten Schüler der Oberschule Badenhausen jüngst die Fairhandels-Organisation El Puente in Nordstemmen. Die OBS unterhält die Projektpartnerschaft mit Misereor, dem Hilfswerk der katholischen Kirche, um den in Haiti lebenden Menschen wieder eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.

Neben der Aufklärung über diese Projektpartnerschaft und das Sammeln von Spenden setzen sich die Schüler der OBS in unterschiedlichen Formen mit den Schwierigkeiten von Entwicklungsländern und den Möglichkeiten, diesen Ländern zu helfen, auseinander.

So sind die Schüler, die den Schulkiosk an der Oberschule betreiben, die Buddys, vor kurzem zu El Puente nach Nordstemmen gefahren. El Puente ist eine Fairhandels-Organisation, die ihre Arbeit Anfang der 1970er Jahre mit dem Import von Kunsthandwerksprodukten aus Lateinamerika aufnahm. Damit gehörte El Puente zu den Pionieren der Fairhandelsbewegung in Europa.

In Nordstemmen wurden die Schüler herzlich begrüßt. Nach einem Filmvortrag über fairen Handel erhielten sie anschließend einen Einblick in die Lagerhallen, konnten Fragen stellen und durften alles anschauen. Den Film fanden die Schüler besonders interessant, da die Herstellung von Kaffee, angefangen bei der Ernte der Kaffeekirsche bis hin zum verzehrfertigen gerösteten und gemahlenen Kaffee, gezeigt wurde.

Dabei wurde auch besonders deutlich gemacht, dass dem Unternehmen besonders die Stärkung von Kleinbauern und Arbeitern durch Organisation in demokratischen Gemeinschaften, Förderung gewerkschaftlicher Organisation auf Plantagen, geregelte Arbeitsbedingungen, Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und Diskriminierungsverbot am Herzen liegt.

Beim Umweltschutz steht der Mensch im Mittelpunkt durch umweltschonenden Anbau, den Schutz natürlicher Ressourcen, einem Verbot gefährlicher Pestizide und gentechnisch verändertes Saatgut sowie die Förderung des Bio-Anbaus. Auch für Händler und Hersteller gelte es, gewisse Anforderungen zu beachten, wie die Bezahlung von Fairtrade-Mindestpreisen und Fairtrade-Prämien, Nachweis über Waren- und Geldfluss, Einhaltung der Richtlinien zur Verwendung des Siegels, transparente Handelsbeziehungen udn Vorfinanzierung. El Puente versucht unter anderem, die Hersteller der Produkte so zu bezahlen, dass diese von ihrem Lohn leben können, außerdem sichert das Unternehmen die Arbeiter ab.

Die Buddys haben sich jetzt überlegt, Produkte von El Puente zu kaufen und diese dann in ihrem Schulkiosk anzubieten, auch weil die Produkte, die sie dort zum Probieren bekommen hatten, wirklich gut geschmeckt hätten.

Das Hilfsprojekt:

Mit der Übernahme der Schulpatenschaft unterstützt die OBS ein Wiederaufforstungsprojekt der Hilfsorganisation Misereor und wird dadurch eine von 15 Misereor-Patenschulen.

Die Unterstützung des katholischen Hilfswerks erfolgt mit mehreren einheimischen agrarökologischen Organisationen, die von Agrarexperten, auch aus Deutschland, begleitet werden. Den Kleinbauern soll dadurch geholfen werden, naturnahe, nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden des Waldgartens einzuführen.

Offiziell besiegelt wurde die Partnerschaft im Rahmen der Abschlussfeier an der Oberschule.

Misereor-Partnerschulen greifen Impulse des Hilfswerks für den Unterricht auf und gestalten Solidaritätsaktionen mit Schülern, Lehrern und Eltern. Misereor unterstützt sie bei der Gestaltung des Unterrichts und bei der Vorbereitung von Aktionen.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 29.06.17 und im Seesener Beobachter vom 15.06.17)

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Schüler engagieren sich für Haiti

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Die OBS Badenhausen stellte ihr Patenprojekt zur Aufforstung Haitis der FDP-Direktkandidatin Nicole Langer vor.

Um das Patenprojekt Haiti, das die Oberschule Badenhausen (OBS) zusammen mit dem katholischen Hilfswerk Misereor unterhält, mehr öffentlich zu machen und die Politik zum Handeln aufzurufen, hatte der Wahlpflichtkurs Politik des achten Jahrgang unter Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, die Direktkandidaten für die Bundestagswahl eingeladen. Nach dem im Mai bereits die Grünen Politikerin Viola von Cramon an einer Gesprächsrunde teilgenommen hatte, war in der vergangenen Woche die FDP-Direktkandidatin Nicole Lange zu Gast in Badenhausen. Anhand erstellter Plakate stellten die Schüler die katastrophale Situation in Haiti vor.

Haiti zählt zu den sogenannten „failed states“, das heißt, dass ein Staat gar nicht wirklich existiert. Eine funktionierende öffentliche Verwaltung, Polizei, ein Gesundheitssystem, all das ist dort nicht vorhanden. Zudem lebt ein Großteil der rund acht Mio Einwohner in bitterer Armut. Immer wieder wird Haiti auch von verheerenden Naturkatastrophen heimgesucht. 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, dennoch ist Haiti nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Aufgrund einer rücksichtslosen Abholzung sind in Haiti kaum noch Wälder vorhanden, wodurch fruchtbarer Boden nicht mehr gehalten werden kann und die Einwohner nichts mehr anbauen können. Hier setzt das von der OBS unterstützte Projekt von Misereor an. Die Bevölkerung soll über die Folgen der Abholzungen aufgeklärt werden. Gemeinsam wird die Bewirtschaftung des Landes in Form der Agroforstwirtschaft angestrebt. Bäumen werden gepflanzt, um zum einen, den Boden zu halten, und zum anderen auch Erträge in Form von Früchten zu bekommen oder als Tropenholz gefällt oder verkauft zu werden. Neben dem Patenprojekt in Haiti wiesen die Schüler aber besonders auf die katastrophale Bildungs-Situation hin. Staatliche Schulen sind überfüllt, haben keine Materialien und die Lehrer sind schlecht bis gar nicht ausgebildet. Die Folgen sind eine enorme Analphabeten-Quote von 50 Prozent sowie bittere Armut und eine Flucht in die Slums der Städte. Die Schüler baten die Politikerin, sich für eine Verbesserung der Bildungssituation in Haiti, aber auch weltweit, einzusetzen. „Ich finde das Projekt grundsätzlich toll“, so Nicole Langer, die sagte, dass sie Kommunalpolitiker ansprechen werde, damit die OBS für die Durchführung mehr Unterstützung erhalte. Darüber hinaus wolle sie das Projekt bekannter machen und bot sich für weitere Aktionen an. „Ihr könnt mich gerne einladen, um Spendenaktionen durchzuführen“. So schlug sie auch vor, eine Spaßaktion anzubieten, in der man sie gegen einen bestimmten Spendenbetrag mit einer Torte abwerfen dürfe. Auf die Frage der Schüler, wie sie zur Politik gekommen sei, antwortete Langer, dass sie mit der wirtschaftlichen Situation unzufrieden gewesen sei und etwas ändern wollte. Den letzten Ausschlag für ihr politisches Engagement habe die vergangene Kommunalwahl ausgelöst. „Als ich gesehen habe, dass die AfD in meinem Wohnort doppelt so viele Stimmen wie die FDP bekam, wusste ich, dass ich so eine Situation nicht wollte“.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 24.06.17 und im Seesner Beobachter vom 15.06.17)

Auch über diese Veranstaltung berichtet die Globale Bildungskampagne auf ihrer Homepage:

https://www.bildungskampagne.org/schuelerinnen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-die-bildung-haiti

 

"Es geht darum, im Regen zu tanzen"

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57 Zehntklässler der Oberschule Badenhausen feiern Abschluss mit Lehrern, Familie und Freunden in der Aula

„Träume, Visionen und Luftschlösser sind erlaubt, denn Visionen öffnen Türen“, so Erich Sonnenburg, Ortsbürgermeister von Badenhausen und stellvertretender Gemeindebürgermeister, zu den 57 Schülern der Oberschule (OBS), die am Freitag im Rahmen ihrer Entlassfeier ihre langersehnten Abschlusszeugnisse in Händen halten konnten. Zurückblickend könnten die Schüler mit Stolz sagen, dass sie einen beschwerlichen Weg geschafft und sogar überlebt haben, so Sonnenburg humorvoll. Der Schulleiter Frank Keller betonte in seiner Rede, dass ihm und der Schulsekretärin wohl besonders diejenigen fehlen würden, die jeden Tag mit einem freundlichen Morgengruß am geöffneten Fenster vorbeigingen oder die Geldcassette für den Schulkiosk geholt haben. „Mit Eurem Abschluss verlasst Ihr eine Komfortzone“, so Keller „in Zukunft werdet Ihr viele Höhen und Tiefen erleben. Da ist Durchhalten angesagt“. Er wünschte den Schüler alles Gute und dass die Unterstützung von Freunden und Eltern auf ihrem weiteren Weg erhalten bleibe.

Eine sehr unterhaltsame Rede kam von dem Schülersprecher Dave von Minnigerode. „Wenn Ihr glaubt, jetzt ein Leben ohne Sorgen zu haben“, so von Minnigeride „das könnt Ihr Euch abschminken. Im Leben geht es nicht darum, das Unwetter abzuwarten sondern im Regen zu tanzen“. Auch die Abschlussreden der Sprecher der Abschlussklassen gestalteten sich kurzweilig mit Rückblicken auf Praktika, Ausflüge und Klassenfahrten. Dabei machten sie auch deutlich, dass sie ihren Klassenlehrern für die Unterstützung dankbar seien und auch viel gelernt hätten, wie etwa auch, dass Afrika keine Insel sei. Die Zeugnisse seien ein wichtiger Grundstein für die Zukunft, so Stefanie Kuchenbecker, die mit den anderen Klassenlehrern, Rhea Sölter und Dirk Heinemann, betonte, dass die Schüler stolz auf das sein können, was sie geschafft haben.

Die Schülerinnen Ronja Schönewald, Lisa-Marie Gür und Cindy Neupert der Klasse 7b stellten den Anwesenden das Haiti-Hilfsprojekt der OBS in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Misereor vor und übergaben dem Abteilungsleiter für Patenschaften, Andreas Lohmann, einen symbolischen Scheck in Höhe von 200 Euro. Das Geld wurde im Rahmen des Abends der offenen Tür gesammelt und soll dem Hilfsprojekt zugutekommen. Dabei wurde die Patenschaft auch offiziell besiegelt und der OBS eine Urkunde und ein Eingangsschild überreicht. 

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Anette Faller am Klavier und Marius Kohlrauch am Keyboard. Nach der Zeugnisübergabe sang der Lehrerchor „Geiles Leben“ frei nach der Gruppe Glasperlenspiel. Nach dem offiziellen Teil waren alle zum Sektempfang eingeladen.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 20.06.17 und im Seesener Beobachter vom 20.06.17)

 

Politiker sollen sich mehr für die Probleme Haitis interessieren

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Um die Politik auf ihr Schulpatenschafts-Projekt Haiti aufmerksam zu machen, haben die Schüler des Wahlpflichtkurses 8 der Oberschule Badenhausen (OBS) mehrere große Parteien angeschrieben und zu sich eingeladen. Die erste, die darauf reagiert habe, sei die Direktkandidatin der Grünen, Viola von Cramon, gewesen, berichtete der didaktische Leiter der OBS Thomas Koch. Von Cramon nahm die Einladung gerne an und besuchte zusammen mit der im Gemeinderat von Bad Grund sitzenden Clarissa Reisen-Bergmann am vergangenen Freitag die Projektvorstellung in der Cafeteria der Schule. Mit der Übernahme der Schulpatenschaft unterstützt die OBS ein Wiederaufforstungsprojekt der Hilfsorganisation Misereor und wird dadurch eine von 15 Misereor-Patenschulen.

Anhand von großformatigen Plakaten informierten die Schüler die Grünen-Politikerinnen über das Land und die Lebensumstände der rund acht Millionen Einwohner Haitis auf der Karibikinsel Hispaniola. Der größte Anteil der Menschen seien Bauern, die, dadurch dass der Boden durch unkontrollierte Abholzung unfruchtbar ist, sich nicht aus eigener Kraft ernähren können. Zudem sind rund 50 Prozent der Menschen Analphabeten, auch weil es dort nur sehr wenige Schulen gibt. Viele Schulen seien zudem Privatschulen, die sich nur die wenigsten leisten können. Viola von Cramon, die in der Legislaturperiode 2009 bis 2013 Mitglied des Bundestages war, zeigte sich sehr interessiert, auch weil, wie sie berichtete, selbst im Jahr 2011 in Haiti gewesen sei. „Ich habe schon viel gesehen“, so von Cramon, „aber so eine Armut wie in Haiti noch nicht“. Seit dem Erdbeben sei dort so gut wie nichts geschehen. „Die Familien hausen dort unter Planen, und das auch mit kleinen Kindern und Babys“. Dennoch bringe es vermutlich gar nichts, finanzielle Hilfe nach Haiti zu schicken, solange dort Gelder durch Korruption in undurchsichtigen Kanälen versacken würden. Zum momentanen Zeitpunkt sei eine Patenschaft das Sinnvollste. „Ich finde es klasse, dass ihr euch engagiert und dadurch andere Menschen für die Probleme sensibilisiert“, so von Cramon.

Roman und Alexa führten durch die Präsentation und übernahmen auch die Moderation. Beide waren wie auch die anderen Schüler sehr gut vorbereitet auf den Besuch. Roman hatte sich über den Werdegang der Politikerin informiert. Auch Alexa war sehr gut vorbereitet, was sich besonders dadurch zeigte, dass sie auch auf spontane Fragen der beiden Politikerinnen bis ins Detail Auskunft geben konnte.

Anfang Juni werden die Schüler ihr Projekt der Direktkandidatin der FDP Nicole Langer vorstellen. Die offizielle Projektübernahme wird dann im Rahmen der Abschlussfeier der OBS stattfinden.

(Herma Niemann, Harz Kurier vom 27.05.17 und Seesener Beobachter vom 31.05.17)

Unser Engagement für Haiti - insbesondere für die Verbesserung der katastrophalen Bildungssituation in Haiti - beeindruckt viele. Auch die Globale Bildungskampagne berichtet im Rahmen der Aktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ über unser Engagement:

https://www.bildungskampagne.org/weltklasse-diskussion-der-oberschule-badenhausen

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Oberschüler übernehmen Patenschaft für Hilfsprojekt

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Die Badenhäuser Schule unterstützt ein Wiederaufforstungsprogramm des katholischen Hilfswerks Misereor in Haiti.

Im Frühjahr oder Frühsommer dieses Jahres wird die Oberschule Badenhausen (OBS) eine Patenschaft für ein Wiederaufforstungsprojekt von Misereor in Haiti übernehmen. Damit wird die OBS eine von 15 Misereor-Patenschulen. Die Schüler aus den Wahlpflichtkursen Umweltschule und Politik sowie die Schülervertretungen sollen dieses Projekt hauptsächlich betreuen. Johannes Schaaf, Bildungsreferent für Projektpartnerschaften bei Misereor, stellte das Projekt den Jugendlichen in der Cafeteria der OBS vor.

Obwohl die Mehrheit der haitianischen Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet, reichen die Ernteerträge nicht aus, um die Bevölkerung zu ernähren, berichtete Schaaf. Aufgrund der radikalen und unkontrollierten Abholzung der Wälder haben sich die Bodenverhältnisse dramatisch verschlechtert. Jahr für Jahr werden 50 Millionen Bäume gefällt, so dass nur noch zwei Prozent der Fläche Haitis mit Wald bedeckt sind.

Die Folgen seien katastrophal: Konnte sich der Boden früher noch regenerieren, ist dies durch die Abholzung und den dramatischen Anstieg der Bevölkerungszahl heute nicht mehr möglich. Das Programm werde in allen Landesteilen von Haiti umgesetzt werden und durch die Anlage von Waldgärten zur Sanierung der Umwelt und Rückgewinnung kleinbäuerlicher Existenzgrundlagen dienen. „Es ist wichtig, die Ursachen zu bekämpfen, um den Menschen nachhaltig helfen zu können“, betonte Schaaf.

Die Unterstützung des katholischen Hilfswerks Misereor erfolge mit mehreren einheimischen agrarökologischen Organisationen, die von Agrarexperten, auch aus Deutschland, begleitet werden. Den Kleinbauern soll geholfen werden, naturnahe, nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden des Waldgartens einzuführen.

Es sollen Baumschulen gegründet werden, die Baum- und Setzlinge züchten, und den Boden zukünftig wieder vor Erosion schützen und die Aufnahme von Wasser erleichtern.

Anhand einer Power-Point-Präsentation verdeutlichte Schaaf, warum dieses Projekt so wichtig sei, wobei er die Schüler aktiv in seinen Vortrag einbezog und diese auch hintergrundgeschichtliche Fragen beantworten ließ.

Als Partnerschule soll sich die OBS im Unterricht mit den Zielen von Misereor auseinandersetzen, die Problematik in Haiti aufarbeiten und für eine entsprechende Information innerhalb der Schule und nach außen sorgen. Außerdem sollen die Wahlpflichtkurse durch Aktivitäten versuchen, Spendengelder zu generieren.

Zur offiziellen Besiegelung soll zum Start der Patenschaft eine Feierstunde unter der Teilnahme des Hauptgeschäftsführers von Misereor, Pirmin Spiegel stattfinden.

Das mit Misereor-Spenden unterstützte Konzept der Waldgärten hat sich bewährt. Mehr als 5 500 Kleinbauernfamilien haben grüne Inseln inmitten des weitgehend abgeholzten Berglands geschaffen. Sie verkaufen Teile ihrer Ernte und verbessern so das Angebot an Nahrungsmitteln in Haiti.

Die Setzlinge aus den Baumschulen werden durch kniehohe Mauern geschützt. Sind sie herangewachsen, werden die Waldgärten angelegt. Kurse vermitteln den Kleinbauern das Wissen über ökologische Forstwirtschaft, Landbau und Tierhaltung als landwirtschaftliches Gesamtkonzept.

(Herma Niemann, Harz Kurier, 28.01.17; Fotos Herma Niemann (unten), Habermeier/ Misereor (oben))

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OBS Badenhausen
Am Johannisborn 16
37539 Bad Grund (Harz)

Tel. 05522 / 312520
Fax 05522 / 3125229

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