Oberschule Badenhausen

Soziales und nachhaltiges Lernen - Partnerschule von Misereor

Partnerschule von Misereor

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Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die Oberschule Badenhausen als Partnerschule von Misereor:

 

Vielfältige Landwirtschaft fördern

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Die Schüler der Oberschule Badenhausen fordern von der EU-Kommission, die Fusion der beiden Chemiefirmen Bayer und Monsanto zu „BaySanto“ abzulehnen.

Durch die Partnerschaft mit der Hilfsorganisation Misereor engagieren sich die Schüler des Wahlpflichtkurses Politik der Oberschule Badenhausen (OBS) immer stärker zu politischen Themen.

Jetzt beteiligten sich die Schüler zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Koch an der Misereor-Aktion „Saat für Vielfalt“. Im Unterricht beschäftigten sie sich mit den Folgen der Entstehung weltweiter Agrarfirmen. Im Mittelpunkt stand dabei die Fusion der beiden Chemiefirmen Monsanto und Bayer zu „BaySanto“.

Dieses Unternehmen könnte damit zum weltweit größten Hersteller von Saatgut und Pestiziden werden und hätte damit einen großen Einfluss auf die weltweite Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion.

Diesen Einfluss könnte das Unternehmen nutzen, um kleinbäuerliche Betriebe über eine entsprechende Preis- und Produktpolitik unter Druck zu setzen. Im Zusammenhang mit der Fusion würden Bayer und Monsanto auf die angespannte Ernährungssituation im Zuge der steigenden Weltbevölkerung verweisen und die Landwirtschaftsindustrie stärken und weiterentwickeln wollen.

Misereor allerdings weist darauf hin, dass bereits jetzt 12 Milliarden Menschen mit den weltweit erzeugten Nahrungsmitteln versorgt werden könnten. Doch werde mehr als die Hälfte der Nahrungsmittel für Tierfutter oder als Kraftstoff verwendet. Auch verbrauchen große landwirtschaftliche Firmen weltweit 70 Prozent der Anbauflächen und würden nur 30 Prozent der Nahrungsmittel produzieren, während die bäuerliche Landwirtschaft bei nur 30 Prozent Anbaufläche 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel erzeugt.

Hier müsse die bäuerliche Landwirtschaft gestärkt und die Entwicklung landwirtschaftlicher Großbetriebe eingedämmt werden, so Misereor. Saatgut in den Händen weniger Konzerne lasse die Preise steigen, mache die Bauern abhängig von chemischem Dünger und Pestiziden und führe zum Verlust von bäuerlichen Saatgutsorten.

Die Schüler setzten sich daher auch mit Alternativen auseinander.

So unterstützt Misereor weltweit Kleinbauern und entwickelt mit ihnen gemeinsam Anbaualternativen.

Im Partnerprojekt der OBS, „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“, wird dies deutlich, indem die Bauern in Haiti geschult werden, systematisch Waldgärten anzulegen, um damit die Erosion des Bodens und die Entstehung von Monokulturen zu verhindern und gleichzeitig die Möglichkeit der Eigenversorgung und des Verkaufs von Nahrungsmitteln sowie die Artenvielfalt zu sichern. Chemischer Dünger und der Einsatz von Pestiziden kann somit minimiert werden.

Als Ergebnis schrieben die Schüler E-Mails an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, um sie aufzufordern, die Fusion der beiden Firmen abzulehnen.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 09.11.17 und im Seesener Beobachter vom 03.11.17)

 

Oberschule engagiert sich für das Menschenrecht auf Bildung

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Die OBS Badenhausen wurde mit dem Weltklasse-Siegel ausgezeichnet.

Der Wahlpflichtkurs Politik des siebten und achten Jahrgangs, der die Partnerschaft mit Misereor hauptsächlich betreut, hat Besuch aus Berlin bekommen. Maren Jesaitis, Kampagnenleiterin der Globalen Bildungskampagne, kam an die Oberschule Badenhausen (OBS), um den Schülern das Weltklasse-Siegel 2017 zu überreichen. Das Weltklasse-Siegel ist eine Auszeichnung, mit der bundesweit Schulen gewürdigt werden, die sich im Rahmen der Weltklasse-Aktion der Globalen Bildungskampagne für das Menschenrecht auf Bildung starkmachen und ihre Botschaften aktiv in die Politik tragen.

Die Globale Bildungskampagne honoriert damit das Engagement der OBS für das Menschenrecht auf Bildung. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule seit dem vergangenen Schuljahr das Entwicklungsprojekt „Agroforstwirtschaft – Ein neues Fundament für Haiti“. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben sich die Schüler mit den politischen, wirtschaftlichen, klimatischen und geologischen Gegebenheiten Haitis auseinandergesetzt und sind dabei auch auf die katastrophale Bildungssituation in Haiti gestoßen. Fast 50 Prozent der Einwohner Haitis sind Analphabeten. Staatliche Schulen gibt es kaum, die wenigen, die vorhanden sind, sind zumeist schlecht ausgestattet. Haiti entwickelt sich immer mehr zu einem sogenannten gefallenen Staat, in dem eine staatliche Infrastruktur kaum noch vorhanden ist.

Während der Feierstunde übernahmen die Schüler die Begrüßung mit einem kleinen Theaterstück, in dem die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland denen in Haiti gegenübergestellt wurden. Danach präsentierten sie ihre in den Wahlpflichtkursen durchgeführten Aktivitäten - angefangen bei einer Einführung in die Thematik durch den Misereor-Mitarbeiter Johannes Schaaf, über die Öffentlichkeitsarbeit bei diversen Schulveranstaltungen bis zur Einladung der Direktkandidaten zur Bundestagswahl.

Maren Jesaitis hob das besondere Engagement der OBS hervor: „Es ist wichtig, sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen weltweit einzusetzen. Dies kann man vor allem erreichen, indem man die Politik in die Pflicht nimmt, mit Politikern ins Gespräch kommt und sie immer wieder auf diese Missstände hinweist.“ Gerade in einem Zeitalter, in dem ein amerikanischer Präsident den Nationalismus des 19. Jahrhunderts wieder als Staatsziel ausgebe, sei es wichtig, dass die weltweite Staatengemeinschaft zusammenrücke. Nur gemeinsam könne man die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, ergänzte der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch, der dieses Projekt leitet.

Die Globale Bildungskampagne ist ein internationaler Zusammenschluss von nationalen, regionalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Gemeinsam machen sie auf die globale Bildungsmisere aufmerksam.

Die nächsten Projekte hat der Wahlpflichtkurs bereits im Blick. „Demnächst laden wir den Gewinner des Wahlkreises ein beziehungsweise alle die Kandidaten unserer Region, die es in den Bundestag geschafft haben, um sie gleich in die Pflicht zu nehmen, sich für das Menschrecht auf Bildung speziell in Haiti einzusetzen“, berichtet Thomas Koch.

(Herma Niemann im Seesener Beobachter vom und im Harz Kurier vom 07.10.17)

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.bildungskampagne.org/gbk-uebergibt-brandneues-weltklasse-siegel-die-schuelerinnen-der-oberschule-badenhausen

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Oberschüler ernten reichlich

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Äpfel und Kürbisse wurden gleich zu Saft und Suppe verarbeitet.

Herbstzeit ist Erntezeit. Und das galt auch für die Oberschule Badenhausen (OBS), denn die hat am letzten Tag vor den Herbstferien ihren traditionellen Umweltschultag veranstaltet.

Als „Umweltschule in Europa“ organisiert die OBS immer wieder diverse Projekte zur Umwelterziehung. Hierfür wurden in der Vergangenheit eine Streuobstwiese, ein Insektenhotel, ein Hochbeet, ein Weidentipi und ein „Grünes Klassenzimmer“ auf dem Gelände der Oberschule eingerichtet und angelegt.

Alle diese Projekte, genauso wie das gesamte riesige und naturbelassene Gelände der Schule, müssen dauerhaft gehegt und gepflegt werden. Hierfür ist das gesamte Schulgrundstück in Abschnitte unterteilt, für die immer eine Klasse Pate ist.

Mindestens zweimal im Jahr ist dann die gesamte Schule im Einsatz, um sich um das Schulgelände zu kümmern. Im Herbst kann zudem die Ernte eingefahren und verarbeitet werden, und so lieferte die Streuobstwiese große Mengen an Äpfeln, die gleich zu Apfelsaft gepresst, abgefüllt und verkauft wurden.

Auch das Hochbeet bot eine reiche Ernte. Riesige Kürbisse konnten geerntet werden und wurden zu schmackhaften Suppen weiterverarbeitet, die an die hart arbeitenden Schüler verteilt wurde. Diese genossen die warme Mahlzeit.

Zum Nachtisch bot der Wahlpflichtkurs Misereor Muffins an, die für je 50 Cent verkauft wurden. Der Erlös geht an das Partnerprojekt „Agroforstwirtschaft – Ein neues Fundament für Haiti“, das die OBS als Partnerschule von Misereor unterstützt. Aufgrund massiver Abholzung wird der Boden in Haiti abgetragen und kann für den landwirtschaftlichen Anbau kaum noch genutzt werden. Bereits für 50 Cent kann ein Baumsetzling gekauft und gepflanzt werden.

Mit den Einnahmen aus dem Muffin-Verkauf des Wahlpflichtkurses kann also eine Zukunftsperspektive für etliche Kleinbauern in Haiti geschaffen werden. Alles in allem war der Umwelttag ein gelungener Tag, an dem die Nachhaltigkeit, sowohl ökologisch als auch sozial, im Vordergrund stand.

(Herma Niemann im Seesener Beobachter vom 04.10.17 und im Harz Kurier vom 05.10.17)

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Neuer Misereor Wahlpflichtkurs ist gestartet

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Das neue Schuljahr läuft und damit ist auch ein neuer Misereor Wahlpflichtkurs gestartet. 20 Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich ein Jahr lang mit dem Partnerprojekt der Oberschule Badenhausen – dem Aufbau von Waldgärten in Haiti. Diese Form der Agroforstwirtschaft soll den Einwohnern Haitis, die in großer Armut leben, eine Zukunftsperspektive schaffen. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule Badenhausen dieses Projekt, indem die Arbeit Misereors, die Not in Haiti sowie die klimatischen und infrastrukturellen Schwierigkeiten Haitis, das immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht wird, im Unterricht thematisiert und Aktionen für das Einwerben von Spendengeldern entworfen und durchgeführt werden. So konnte der Misereor Wahlpflichtkurs des letzten Schuljahres dieses Projekt den Direktkandidaten der Bundestagswahl der Grünen, Viola von Cramon, und der FDP, Nicole Langer, vorstellen und auf unterschiedlichen Schulveranstaltungen insgesamt 250 € Spendengelder einwerben, die am Ende des Schuljahres an Misereor übergeben wurden.

(Thomas Koch)

 

Oberschule Badenhausen spendet 250 € für das Partnerprojekt „Waldgärten: Neues Fundament für Haiti“ von Misereor

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Während der Entlassungsfeier des Schuljahres 2016/ 17 wurde die Partnerschaft zwischen der OBS Badenhausen und dem Hilfswerk der katholischen Kirche, Misereor, besiegelt. Die OBS Badenhausen ist nunmehr eine von nur 15 bundesweiten Partnerschulen von Misereor. Bereits während der Entlassungsfeier überreichten die Schülerinnen Ronja Schönewald, Cindy Neupert und Lisa-Marie Gür dem Abteilungsleiter für Projektpartnerschaften von Misereor, Andreas Lohmann, einen symbolischen Scheck über 200 € für das von der OBS Badenhausen unterstützte Projekt „Waldgärten: Neues Fundament für Haiti“. Dank weiterer Spenden während der Entlassungsfeierlichkeiten konnte dieser Betrag noch einmal um 50 € auf 250 € erhöht werden.

Misereor bedankte sich mit einer Urkunde für diese Spende. Damit kann den Kleinbauern in Haiti geholfen werden, damit das Land wieder eine Zukunftsperspektive erhält.

(Thomas Koch)

 

Schüler informieren sich über fairen Handel

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Buddys der Oberschule Badenhausen besuchten die Fairhandels-Organisation El Puente in Nordstemmen.

Im Rahmen ihres Haiti-Projekts besuchten Schüler der Oberschule Badenhausen jüngst die Fairhandels-Organisation El Puente in Nordstemmen. Die OBS unterhält die Projektpartnerschaft mit Misereor, dem Hilfswerk der katholischen Kirche, um den in Haiti lebenden Menschen wieder eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.

Neben der Aufklärung über diese Projektpartnerschaft und das Sammeln von Spenden setzen sich die Schüler der OBS in unterschiedlichen Formen mit den Schwierigkeiten von Entwicklungsländern und den Möglichkeiten, diesen Ländern zu helfen, auseinander.

So sind die Schüler, die den Schulkiosk an der Oberschule betreiben, die Buddys, vor kurzem zu El Puente nach Nordstemmen gefahren. El Puente ist eine Fairhandels-Organisation, die ihre Arbeit Anfang der 1970er Jahre mit dem Import von Kunsthandwerksprodukten aus Lateinamerika aufnahm. Damit gehörte El Puente zu den Pionieren der Fairhandelsbewegung in Europa.

In Nordstemmen wurden die Schüler herzlich begrüßt. Nach einem Filmvortrag über fairen Handel erhielten sie anschließend einen Einblick in die Lagerhallen, konnten Fragen stellen und durften alles anschauen. Den Film fanden die Schüler besonders interessant, da die Herstellung von Kaffee, angefangen bei der Ernte der Kaffeekirsche bis hin zum verzehrfertigen gerösteten und gemahlenen Kaffee, gezeigt wurde.

Dabei wurde auch besonders deutlich gemacht, dass dem Unternehmen besonders die Stärkung von Kleinbauern und Arbeitern durch Organisation in demokratischen Gemeinschaften, Förderung gewerkschaftlicher Organisation auf Plantagen, geregelte Arbeitsbedingungen, Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und Diskriminierungsverbot am Herzen liegt.

Beim Umweltschutz steht der Mensch im Mittelpunkt durch umweltschonenden Anbau, den Schutz natürlicher Ressourcen, einem Verbot gefährlicher Pestizide und gentechnisch verändertes Saatgut sowie die Förderung des Bio-Anbaus. Auch für Händler und Hersteller gelte es, gewisse Anforderungen zu beachten, wie die Bezahlung von Fairtrade-Mindestpreisen und Fairtrade-Prämien, Nachweis über Waren- und Geldfluss, Einhaltung der Richtlinien zur Verwendung des Siegels, transparente Handelsbeziehungen udn Vorfinanzierung. El Puente versucht unter anderem, die Hersteller der Produkte so zu bezahlen, dass diese von ihrem Lohn leben können, außerdem sichert das Unternehmen die Arbeiter ab.

Die Buddys haben sich jetzt überlegt, Produkte von El Puente zu kaufen und diese dann in ihrem Schulkiosk anzubieten, auch weil die Produkte, die sie dort zum Probieren bekommen hatten, wirklich gut geschmeckt hätten.

Das Hilfsprojekt:

Mit der Übernahme der Schulpatenschaft unterstützt die OBS ein Wiederaufforstungsprojekt der Hilfsorganisation Misereor und wird dadurch eine von 15 Misereor-Patenschulen.

Die Unterstützung des katholischen Hilfswerks erfolgt mit mehreren einheimischen agrarökologischen Organisationen, die von Agrarexperten, auch aus Deutschland, begleitet werden. Den Kleinbauern soll dadurch geholfen werden, naturnahe, nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden des Waldgartens einzuführen.

Offiziell besiegelt wurde die Partnerschaft im Rahmen der Abschlussfeier an der Oberschule.

Misereor-Partnerschulen greifen Impulse des Hilfswerks für den Unterricht auf und gestalten Solidaritätsaktionen mit Schülern, Lehrern und Eltern. Misereor unterstützt sie bei der Gestaltung des Unterrichts und bei der Vorbereitung von Aktionen.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 29.06.17 und im Seesener Beobachter vom 15.06.17)

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Schüler engagieren sich für Haiti

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Die OBS Badenhausen stellte ihr Patenprojekt zur Aufforstung Haitis der FDP-Direktkandidatin Nicole Langer vor.

Um das Patenprojekt Haiti, das die Oberschule Badenhausen (OBS) zusammen mit dem katholischen Hilfswerk Misereor unterhält, mehr öffentlich zu machen und die Politik zum Handeln aufzurufen, hatte der Wahlpflichtkurs Politik des achten Jahrgang unter Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, die Direktkandidaten für die Bundestagswahl eingeladen. Nach dem im Mai bereits die Grünen Politikerin Viola von Cramon an einer Gesprächsrunde teilgenommen hatte, war in der vergangenen Woche die FDP-Direktkandidatin Nicole Lange zu Gast in Badenhausen. Anhand erstellter Plakate stellten die Schüler die katastrophale Situation in Haiti vor.

Haiti zählt zu den sogenannten „failed states“, das heißt, dass ein Staat gar nicht wirklich existiert. Eine funktionierende öffentliche Verwaltung, Polizei, ein Gesundheitssystem, all das ist dort nicht vorhanden. Zudem lebt ein Großteil der rund acht Mio Einwohner in bitterer Armut. Immer wieder wird Haiti auch von verheerenden Naturkatastrophen heimgesucht. 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, dennoch ist Haiti nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Aufgrund einer rücksichtslosen Abholzung sind in Haiti kaum noch Wälder vorhanden, wodurch fruchtbarer Boden nicht mehr gehalten werden kann und die Einwohner nichts mehr anbauen können. Hier setzt das von der OBS unterstützte Projekt von Misereor an. Die Bevölkerung soll über die Folgen der Abholzungen aufgeklärt werden. Gemeinsam wird die Bewirtschaftung des Landes in Form der Agroforstwirtschaft angestrebt. Bäumen werden gepflanzt, um zum einen, den Boden zu halten, und zum anderen auch Erträge in Form von Früchten zu bekommen oder als Tropenholz gefällt oder verkauft zu werden. Neben dem Patenprojekt in Haiti wiesen die Schüler aber besonders auf die katastrophale Bildungs-Situation hin. Staatliche Schulen sind überfüllt, haben keine Materialien und die Lehrer sind schlecht bis gar nicht ausgebildet. Die Folgen sind eine enorme Analphabeten-Quote von 50 Prozent sowie bittere Armut und eine Flucht in die Slums der Städte. Die Schüler baten die Politikerin, sich für eine Verbesserung der Bildungssituation in Haiti, aber auch weltweit, einzusetzen. „Ich finde das Projekt grundsätzlich toll“, so Nicole Langer, die sagte, dass sie Kommunalpolitiker ansprechen werde, damit die OBS für die Durchführung mehr Unterstützung erhalte. Darüber hinaus wolle sie das Projekt bekannter machen und bot sich für weitere Aktionen an. „Ihr könnt mich gerne einladen, um Spendenaktionen durchzuführen“. So schlug sie auch vor, eine Spaßaktion anzubieten, in der man sie gegen einen bestimmten Spendenbetrag mit einer Torte abwerfen dürfe. Auf die Frage der Schüler, wie sie zur Politik gekommen sei, antwortete Langer, dass sie mit der wirtschaftlichen Situation unzufrieden gewesen sei und etwas ändern wollte. Den letzten Ausschlag für ihr politisches Engagement habe die vergangene Kommunalwahl ausgelöst. „Als ich gesehen habe, dass die AfD in meinem Wohnort doppelt so viele Stimmen wie die FDP bekam, wusste ich, dass ich so eine Situation nicht wollte“.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 24.06.17 und im Seesner Beobachter vom 15.06.17)

Auch über diese Veranstaltung berichtet die Globale Bildungskampagne auf ihrer Homepage:

https://www.bildungskampagne.org/schuelerinnen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-die-bildung-haiti

 

"Es geht darum, im Regen zu tanzen"

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57 Zehntklässler der Oberschule Badenhausen feiern Abschluss mit Lehrern, Familie und Freunden in der Aula

„Träume, Visionen und Luftschlösser sind erlaubt, denn Visionen öffnen Türen“, so Erich Sonnenburg, Ortsbürgermeister von Badenhausen und stellvertretender Gemeindebürgermeister, zu den 57 Schülern der Oberschule (OBS), die am Freitag im Rahmen ihrer Entlassfeier ihre langersehnten Abschlusszeugnisse in Händen halten konnten. Zurückblickend könnten die Schüler mit Stolz sagen, dass sie einen beschwerlichen Weg geschafft und sogar überlebt haben, so Sonnenburg humorvoll. Der Schulleiter Frank Keller betonte in seiner Rede, dass ihm und der Schulsekretärin wohl besonders diejenigen fehlen würden, die jeden Tag mit einem freundlichen Morgengruß am geöffneten Fenster vorbeigingen oder die Geldcassette für den Schulkiosk geholt haben. „Mit Eurem Abschluss verlasst Ihr eine Komfortzone“, so Keller „in Zukunft werdet Ihr viele Höhen und Tiefen erleben. Da ist Durchhalten angesagt“. Er wünschte den Schüler alles Gute und dass die Unterstützung von Freunden und Eltern auf ihrem weiteren Weg erhalten bleibe.

Eine sehr unterhaltsame Rede kam von dem Schülersprecher Dave von Minnigerode. „Wenn Ihr glaubt, jetzt ein Leben ohne Sorgen zu haben“, so von Minnigeride „das könnt Ihr Euch abschminken. Im Leben geht es nicht darum, das Unwetter abzuwarten sondern im Regen zu tanzen“. Auch die Abschlussreden der Sprecher der Abschlussklassen gestalteten sich kurzweilig mit Rückblicken auf Praktika, Ausflüge und Klassenfahrten. Dabei machten sie auch deutlich, dass sie ihren Klassenlehrern für die Unterstützung dankbar seien und auch viel gelernt hätten, wie etwa auch, dass Afrika keine Insel sei. Die Zeugnisse seien ein wichtiger Grundstein für die Zukunft, so Stefanie Kuchenbecker, die mit den anderen Klassenlehrern, Rhea Sölter und Dirk Heinemann, betonte, dass die Schüler stolz auf das sein können, was sie geschafft haben.

Die Schülerinnen Ronja Schönewald, Lisa-Marie Gür und Cindy Neupert der Klasse 7b stellten den Anwesenden das Haiti-Hilfsprojekt der OBS in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Misereor vor und übergaben dem Abteilungsleiter für Patenschaften, Andreas Lohmann, einen symbolischen Scheck in Höhe von 200 Euro. Das Geld wurde im Rahmen des Abends der offenen Tür gesammelt und soll dem Hilfsprojekt zugutekommen. Dabei wurde die Patenschaft auch offiziell besiegelt und der OBS eine Urkunde und ein Eingangsschild überreicht. 

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Anette Faller am Klavier und Marius Kohlrauch am Keyboard. Nach der Zeugnisübergabe sang der Lehrerchor „Geiles Leben“ frei nach der Gruppe Glasperlenspiel. Nach dem offiziellen Teil waren alle zum Sektempfang eingeladen.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 20.06.17 und im Seesener Beobachter vom 20.06.17)

 

Politiker sollen sich mehr für die Probleme Haitis interessieren

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Um die Politik auf ihr Schulpatenschafts-Projekt Haiti aufmerksam zu machen, haben die Schüler des Wahlpflichtkurses 8 der Oberschule Badenhausen (OBS) mehrere große Parteien angeschrieben und zu sich eingeladen. Die erste, die darauf reagiert habe, sei die Direktkandidatin der Grünen, Viola von Cramon, gewesen, berichtete der didaktische Leiter der OBS Thomas Koch. Von Cramon nahm die Einladung gerne an und besuchte zusammen mit der im Gemeinderat von Bad Grund sitzenden Clarissa Reisen-Bergmann am vergangenen Freitag die Projektvorstellung in der Cafeteria der Schule. Mit der Übernahme der Schulpatenschaft unterstützt die OBS ein Wiederaufforstungsprojekt der Hilfsorganisation Misereor und wird dadurch eine von 15 Misereor-Patenschulen.

Anhand von großformatigen Plakaten informierten die Schüler die Grünen-Politikerinnen über das Land und die Lebensumstände der rund acht Millionen Einwohner Haitis auf der Karibikinsel Hispaniola. Der größte Anteil der Menschen seien Bauern, die, dadurch dass der Boden durch unkontrollierte Abholzung unfruchtbar ist, sich nicht aus eigener Kraft ernähren können. Zudem sind rund 50 Prozent der Menschen Analphabeten, auch weil es dort nur sehr wenige Schulen gibt. Viele Schulen seien zudem Privatschulen, die sich nur die wenigsten leisten können. Viola von Cramon, die in der Legislaturperiode 2009 bis 2013 Mitglied des Bundestages war, zeigte sich sehr interessiert, auch weil, wie sie berichtete, selbst im Jahr 2011 in Haiti gewesen sei. „Ich habe schon viel gesehen“, so von Cramon, „aber so eine Armut wie in Haiti noch nicht“. Seit dem Erdbeben sei dort so gut wie nichts geschehen. „Die Familien hausen dort unter Planen, und das auch mit kleinen Kindern und Babys“. Dennoch bringe es vermutlich gar nichts, finanzielle Hilfe nach Haiti zu schicken, solange dort Gelder durch Korruption in undurchsichtigen Kanälen versacken würden. Zum momentanen Zeitpunkt sei eine Patenschaft das Sinnvollste. „Ich finde es klasse, dass ihr euch engagiert und dadurch andere Menschen für die Probleme sensibilisiert“, so von Cramon.

Roman und Alexa führten durch die Präsentation und übernahmen auch die Moderation. Beide waren wie auch die anderen Schüler sehr gut vorbereitet auf den Besuch. Roman hatte sich über den Werdegang der Politikerin informiert. Auch Alexa war sehr gut vorbereitet, was sich besonders dadurch zeigte, dass sie auch auf spontane Fragen der beiden Politikerinnen bis ins Detail Auskunft geben konnte.

Anfang Juni werden die Schüler ihr Projekt der Direktkandidatin der FDP Nicole Langer vorstellen. Die offizielle Projektübernahme wird dann im Rahmen der Abschlussfeier der OBS stattfinden.

(Herma Niemann, Harz Kurier vom 27.05.17 und Seesener Beobachter vom 31.05.17)

Unser Engagement für Haiti - insbesondere für die Verbesserung der katastrophalen Bildungssituation in Haiti - beeindruckt viele. Auch die Globale Bildungskampagne berichtet im Rahmen der Aktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ über unser Engagement:

https://www.bildungskampagne.org/weltklasse-diskussion-der-oberschule-badenhausen

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Oberschüler übernehmen Patenschaft für Hilfsprojekt

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Die Badenhäuser Schule unterstützt ein Wiederaufforstungsprogramm des katholischen Hilfswerks Misereor in Haiti.

Im Frühjahr oder Frühsommer dieses Jahres wird die Oberschule Badenhausen (OBS) eine Patenschaft für ein Wiederaufforstungsprojekt von Misereor in Haiti übernehmen. Damit wird die OBS eine von 15 Misereor-Patenschulen. Die Schüler aus den Wahlpflichtkursen Umweltschule und Politik sowie die Schülervertretungen sollen dieses Projekt hauptsächlich betreuen. Johannes Schaaf, Bildungsreferent für Projektpartnerschaften bei Misereor, stellte das Projekt den Jugendlichen in der Cafeteria der OBS vor.

Obwohl die Mehrheit der haitianischen Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet, reichen die Ernteerträge nicht aus, um die Bevölkerung zu ernähren, berichtete Schaaf. Aufgrund der radikalen und unkontrollierten Abholzung der Wälder haben sich die Bodenverhältnisse dramatisch verschlechtert. Jahr für Jahr werden 50 Millionen Bäume gefällt, so dass nur noch zwei Prozent der Fläche Haitis mit Wald bedeckt sind.

Die Folgen seien katastrophal: Konnte sich der Boden früher noch regenerieren, ist dies durch die Abholzung und den dramatischen Anstieg der Bevölkerungszahl heute nicht mehr möglich. Das Programm werde in allen Landesteilen von Haiti umgesetzt werden und durch die Anlage von Waldgärten zur Sanierung der Umwelt und Rückgewinnung kleinbäuerlicher Existenzgrundlagen dienen. „Es ist wichtig, die Ursachen zu bekämpfen, um den Menschen nachhaltig helfen zu können“, betonte Schaaf.

Die Unterstützung des katholischen Hilfswerks Misereor erfolge mit mehreren einheimischen agrarökologischen Organisationen, die von Agrarexperten, auch aus Deutschland, begleitet werden. Den Kleinbauern soll geholfen werden, naturnahe, nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden des Waldgartens einzuführen.

Es sollen Baumschulen gegründet werden, die Baum- und Setzlinge züchten, und den Boden zukünftig wieder vor Erosion schützen und die Aufnahme von Wasser erleichtern.

Anhand einer Power-Point-Präsentation verdeutlichte Schaaf, warum dieses Projekt so wichtig sei, wobei er die Schüler aktiv in seinen Vortrag einbezog und diese auch hintergrundgeschichtliche Fragen beantworten ließ.

Als Partnerschule soll sich die OBS im Unterricht mit den Zielen von Misereor auseinandersetzen, die Problematik in Haiti aufarbeiten und für eine entsprechende Information innerhalb der Schule und nach außen sorgen. Außerdem sollen die Wahlpflichtkurse durch Aktivitäten versuchen, Spendengelder zu generieren.

Zur offiziellen Besiegelung soll zum Start der Patenschaft eine Feierstunde unter der Teilnahme des Hauptgeschäftsführers von Misereor, Pirmin Spiegel stattfinden.

Das mit Misereor-Spenden unterstützte Konzept der Waldgärten hat sich bewährt. Mehr als 5 500 Kleinbauernfamilien haben grüne Inseln inmitten des weitgehend abgeholzten Berglands geschaffen. Sie verkaufen Teile ihrer Ernte und verbessern so das Angebot an Nahrungsmitteln in Haiti.

Die Setzlinge aus den Baumschulen werden durch kniehohe Mauern geschützt. Sind sie herangewachsen, werden die Waldgärten angelegt. Kurse vermitteln den Kleinbauern das Wissen über ökologische Forstwirtschaft, Landbau und Tierhaltung als landwirtschaftliches Gesamtkonzept.

(Herma Niemann, Harz Kurier, 28.01.17; Fotos Herma Niemann (unten), Habermeier/ Misereor (oben))

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OBS Badenhausen
Am Johannisborn 16
37539 Bad Grund (Harz)

Tel. 05522 / 312520
Fax 05522 / 3125229

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