Oberschule Badenhausen

Einsatz für weltweite Bildung

Die Oberschule Badenhausen setzt sich für das Recht auf Bildung für jeden - und zwar weltweit - ein! Hierfür nehmen wir an den Aktionstagen der Globalen Bildungskampagne teil.

Schüler setzen sich für Menschenrecht auf Bildung ein

Schüler der OBS Badenhausen gestalteten zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne mit Bundestagsabgeordneten vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

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Die Schüler des Wahlpflichtkurses Politik unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch haben die zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne vor dem Reichstagsgebäude in Berlin umgesetzt und dabei mehrere Bundestagsabgeordnete aufgefordert, sich für eine Stärkung des Menschenrechts auf Bildung einzusetzen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der bis zu den Sommerferien laufenden Weltklasse-Aktion statt, in der Schüler in der ganzen Welt Briefe an Politiker schreiben, um sie zu einem stärkeren Einsatz für Bildung aufzufordern. Immerhin haben nach Angaben der Globalen Bildungskampagne 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Schirmherrin der diesjährigen Aktion, die sich dem Thema Bildung im Kontext von Flucht und Migration widmet, ist die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth (CDU).

Da die Oberschule Badenhausen regelmäßig und erfolgreich an der Weltklasse-Aktion teilnahm, wurde der Politik-Kurs von der Globalen Bildungskampagne eingeladen, die diesjährige zentrale Aktion umzusetzen.

In drei Workshops, die von Mitarbeitern der Globalen Bildungskampagne mit den Schülern des Politik-Kurses in der Oberschule Badenhausen im Dezember, Februar und April begleitet wurden, haben die Schüler das Motto der diesjährigen Weltklasse-Aktion – Ohne Bildung keine Zukunft – entwickelt und die zentrale Aktion vorbereitet. Die Schüler einigten sich darauf, ein Graffiti zu entwickeln, das Aspekte guter und schlechter bzw. keiner Bildung verdeutlichen soll. Dieses soll dann Bundestagsabgeordneten vorgestellt werden, um sie dazu aufzufordern, mehr Geld für Bildung weltweit zu investieren.

Zusammen mit den Berliner Graffiti-Künstlern AKTEone und Kren haben die Schüler ihre Idee vor dem Reichstagsgebäude in die Tat umgesetzt. Unter Anleitung der beiden Künstler entwickelten sie zwei Graffitis, die auf der einen Seite Aspekte guter und auf der anderen Seite Aspekte keiner bzw. schlechter Bildung verdeutlichen.

Mehrere Bundestagsabgeordnete, darunter auch Dr. Roy Kühne (CDU), Johannes Schraps und Dr. Karamba Diaby (SPD), Margarete Bause und Ottmar von Holtz (Grüne) sowie Olaf in der Beek (FDP), diskutierten anschließend mit den Schülern über die Bedeutung ihres Kunstwerkes und über die Wichtigkeit einer Stärkung der Bildung weltweit. In intensiven Gesprächen konnten die Schüler ihr Ansinnen den Abgeordneten näher bringen und sie dazu aufzufordern, sich für eine Erhöhung der Bildungsausgaben einzusetzen.

So brachte Benjamin Wartmann, Schüler des Kurses, die Position der Schüler auf den Punkt: „Bildung ist wichtig, damit Kinder eine Zukunftsperspektive haben. Ohne Bildung gibt es eigentlich keine Zukunft.“

Und Hannah Diener ergänzte: „Mit dem Graffiti wollen wir den Politikern klar machen, wie wichtig der Einsatz für eine gute Bildung ist.“ Auch Schirmherrin Dr. Maria Flachsbarth verließ kurz eine aktuelle Fragestunde im Bundestag, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Zum Abschluss erhielten sie aufgrund ihres Engagements die erneute Auszeichnung zur Weltklasse-Schule.

Dr. Roy Kühne, der den Kurs bereits im Dezember besucht und mit den Schülern diskutiert hatte, lud den Kurs anschließend noch spontan zu einem Kurzbesuch in das Reichstagsgebäude ein und führte die Schüler zusammen mit ihrer Lehrkraft durch die Gänge des Reichstages bis zum Paul-Löbe-Haus, in dem die Ausschüsse tagen, und erläuterte einige Aspekte seiner Abgeordnetentätigkeit. „Das war natürlich ein Highlight“, fasst die zuständige Lehrkraft und stellvertretender Schulleiter Thomas Koch die Aktion zusammen. „Wann kann man schon in Berlin, vor dem Bundestag Politik ‚machen’, sich engagieren und mit professionellen Politikern ins Gespräch kommen und sein Ansinnen äußern? Diese Aktion hinterlässt bereits jetzt nachhaltige Spuren bei den Schülern. Einige interessieren sich sogar für ein Praktikum bei einem Abgeordneten. Und gleichzeitig setzen sich die Schüler für alle die Kinder und Jugendlichen weltweit ein, die keine Lobby haben.“

Bei der Globalen Bildungskampagne handelt es sich um eine weltumspannende Bewegung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf eine gute, inklusive Bildung verwirklichen können. Dafür werden Regierungen und internationale Organisationen beobachtet. Durch öffentliche Aufmerksamkeit wird Druck erzeugt, wenn sie den Kampf gegen die globale Bildungsmisere vernachlässigen oder ihre Politik zu mehr Bildungsungerechtigkeit führt.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 14.05.19)

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Die Schüler im Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten

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Die Schüler mit den Graffiti-Künstlern AKTEone (5.v.r.) und Kren (1.v.l.)

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Die Schüler stellen den Bundestagsabgeordneten ihr Graffiti vor

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Gruppenbild mit Dr. Roy Kühne (Mitte)

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Erneute Auszeichnung zur Weltklasse-Schule (Foto: Mike Auerbach/Globale Bildungskampagne)

 

Möglichkeiten, wie sich Schüler in den politischen Prozess einbringen können

Schüler der Oberschule Badenhausen bereiten zentrale Aktion der Weltklasse-Kampagne vor dem Bundestag vor. Globale Bildungskampagne veranstaltete Workshop mit Schülern des Wahlpflichtkurses Politik.

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Bereits zweimal beteiligte sich die Oberschule Badenhausen an der Weltklasse-Aktion der Globalen Bildungskampagne und wurde für ihren Einsatz für das Menschenrecht auf Bildung als Weltklasse-Schule ausgezeichnet.

In der Weltklasse-Aktion schreiben Schüler in der ganzen Welt Briefe an Politiker, um sie zu einem stärkeren Einsatz für die Bildung aufzufordern. Immerhin haben 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, heißt es vonseiten der Schule.

Bei der Globalen Bildungskampagne handelt es sich um eine weltumspannende Bewegung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf eine gute, inklusive Bildung verwirklichen können. Dafür werden Regierungen und internationale Organisationen beobachtet. Durch öffentliche Aufmerksamkeit wird Druck erzeugt, wenn sie den Kampf gegen die globale Bildungsmisere vernachlässigen oder ihre Politik zu mehr Bildungsungerechtigkeit führt.

Höhepunkt der Kampagne in Deutschland ist immer eine zentrale Aktion vor dem Bundestag in Berlin. Im letzten Schuljahr wurde diese von einer Berliner Schule zusammen mit vier Bundestagsabgeordneten umgesetzt. Die Abgeordneten sollen Druck machen, lautete eine Forderung der Schüler, damit Deutschland mehr Geld für Bildung in ärmeren Ländern ausgibt, mit dem Schulen gebaut, Lehrer ausgebildet, Frauen gefördert und Menschen mit Behinderungen an inklusiver Bildung beteiligt werden können.

Da es die Schüler der Oberschule Badenhausen mehrfach geschafft haben, mit den regionalen Bundestagsabgeordneten hierüber ins Gespräch zu kommen, hatte Maren Jesaitis von der Globalen Bildungskampagne den Wahlpflichtkurs Politik unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch bei der Überreichung des Weltklasse-Siegels im Oktober für die kommende zentrale Aktion nach Berlin eingeladen. Um diese Aktion vorzubereiten, veranstaltete die Globale Bildungskampagne an der Schule zwei ganztägige Workshops.

Im ersten dieser Workshops erarbeiteten sich die Schüler nun unter der Leitung von Maren Jesaitis und Mara Brückner, die extra aus Berlin anreisten,  Grundlagen zu den Themen Menschenrechte, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dies geschah recht abwechslungsreich mithilfe von kurzen Erklärvideos, Gruppenarbeiten und gruppendynamischen Spielphasen.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf Möglichkeiten der politischen Einflussnahme gelegt, um den Schülern aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sie haben, sich und ihre Interessen in den politischen Prozess einzubringen. Am Ende des Workshops waren die Schüler zwar müde und kaputt, zogen aber durchweg ein positives Fazit. So fragten sie an, ob man solch eine Form des Unterrichts nicht immer machen könne. Der ganze Kurs freut sich schon auf den nächsten Workshop im Februar 2019 und vor allem auf die Fahrt nach und die Aktion in Berlin.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 19.01.19)

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Politiker diskutiert mit Oberschülern

Dr. Roy Kühne (CDU) besuchte die Oberschule Badenhausen. In der Diskussion ging es um Bildung.

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Unlängst erhielten die Schüler des Wahlpflichtkurses Politik des achten Jahrgangs der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch Besuch vom Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne. Dieser folgte damit einer Einladung des Kurses, die die Schüler im Rahmen ihres Engagements für die Globale Bildungskampagne ausgesprochen hatten.

Die Globale Bildungskampagne, ein internationaler Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, setzt sich weltweit für das Menschenrecht auf Bildung ein. So forderten die Schüler die Politik auf, sich verstärkt für eine Besserung der Bildung weltweit, aber auch hier in Deutschland einzusetzen und luden die regionalen Bundestagsabgeordneten ein, sich mit ihnen über dieses Anliegen auszutauschen.

Mit Roy Kühne kam auch gleich der Abgeordnete, der den hiesigen Wahlkreis gewonnen hatte und im Bundestag vertritt. Die Schüler hatten das Treffen intensiv vorbereiten und präsentierten gleich zu Beginn einen selbst erstellten Film, der das Engagement des Kurses und die einzelnen Projekte vorstellt. Dabei wurde das Engagement für das Misereor-Partnerprojekt „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“ ebenso gezeigt, wie das Engagement für die Globale Bildungskampagne, für die dieser Kurs im nächsten Jahr die zentrale Aktion vor dem Bundestag in Berlin ausrichten darf.

Kühne bestätigte den Schülern, dass Bildung das wichtigste Gut für uns, aber auch der Schlüssel für die Lösung der Probleme in den Entwicklungsländern darstelle. Bildung müsse dementsprechend hier in Deutschland und weltweit stärker ausgebaut und unterstützt werden. In diesem Zusammenhang zeigte er sein Unverständnis für die Ablehnung des Digitalpakts durch die Bundesländer. Auch die Entwicklung vor Ort – die Schulentwicklungsplanung des Landkreises Göttingen - wurde angesprochen. So fordert Kühne gerade für den ländlichen Raum eine Schulpolitik mit Augenmaß. Schließlich habe die Beibehaltung oder die Schließung eines Schulstandortes einen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung einer Kommune und könne sie auf- oder abwerten. Und gerade der ländliche Raum solle eigentlich gestärkt werden.

Nach dieser ersten Diskussionsrunde wechselten die Teilnehmer den Ort und gingen in die Cafeteria der Oberschule, in der bereits die Schüler des neunten Jahrgangs, die zum Teil an den Aktionen der Globalen Bildungskampagne beteiligt waren, warteten. Nun wurden allgemeine Fragen gestellt und diskutiert.

Neben der politischen Arbeit interessierten sich die Schüler auch für den Privatmenschen Dr. Roy Kühne. So musste er viele Fragen zu seinem sportlichen Hobby – Volleyball - und seiner Familie beantworten. Dabei wurde den Schülern auch klar, dass die Tätigkeit eines Bundestagsabgeordneten auch seinen Preis hat. So musste Kühne mit Bedauern einräumen, dass er zu wenig Zeit für seine Kinder habe. Auch könne man so eine Tätigkeit nur ausüben, wenn man einen Ehepartner hat, der dies alles mitmache.

Auch die derzeitige politische Entwicklung innerhalb seiner Partei, der CDU, wurde diskutiert. So zeigte sich Kühne mit der Wahl Annegret Kramp-Karrenbauers als neuer Vorsitzenden der CDU durchaus zufrieden.

Am Ende verabschiedeten die Schüler Dr. Kühne mit großem Applaus. Viele zeigten sich von der Lockerheit und Ungezwungenheit des Abgeordneten beeindruckt.

„Einen Bundestagsabgeordneten haben wir uns anders vorgestellt – eher steifer und langweiliger“, war von einigen der beteiligten Schüler zu hören. Kühne schaffte es zudem, einige Schüler stärker für Politik zu interessieren. Sie wollen sich die weitere Arbeit Kühnes einmal genauer anschauen, meinten zwei Schüler.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 03.01.19)

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OBS ist erneut Weltklasse-Schule

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Globale Bildungskampagne würdigt Einsatz der Schüler für das Menschenrecht auf Bildung.

Maren Jesaitis von der Globalen Bildungskampagne überreichte dem Wahlpflichtkurs Politik unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch die erneute Auszeichnung zur Weltklasse-Schule. Damit wurde der Einsatz des Kurses für das Menschenrecht auf Bildung gewürdigt. Hierfür betätigten sich die Schüler als „Lobbyisten“ für mehr als 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit, die keine Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen, heißt es vonseiten der Schule.

Die Schüler schrieben Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region und forderten sie auf, sich für mehr Investitionen in die Bildung weltweit und auch in Deutschland einzusetzen. In der Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht konnten die Schüler ganz konkret diesen Missstand am Partnerprojekt der Oberschule Badenhausen, „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“, erleben. Das Partnerprojekt unterstützt in erster Linie die Wiederaufforstung Haitis, setzt sich aber auch für die Stärkung der Bildung ein.

Denn die Bildungssituation in Haiti sei katastrophal, berichtet die Schule. Die Analphabetenquote betrage 50 Prozent und es gebe kaum Schulen. Die wenigen Schulen seien überwiegend Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können.

Zudem würden durch Naturkatastrophen immer wieder Schulen zerstört. Diese katastrophale Bildungssituation wirke sich auf das Land aus: Eine Infrastruktur sei kaum vorhanden und gut Ausgebildete verlassen Haiti.

Doch selbst in einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland lägen die Bildungsausgaben unter dem OECD-Durchschnitt und etliche Schulgebäude befänden sich in einem katastrophalen Zustand, kritisiert die Schule. Zudem würden die sächliche und personelle Ausstattung im IT-Bereich den heutigen und vor allem zukünftigen Anforderungen zumeist überhaupt nicht genügen. Auch hier wurden die Politiker dazu aufgerufen, mehr in das Zukunftskapital Bildung zu investieren.

Erfreut zeigten sich die Schüler über die Reaktionen der Politiker. Bis auf Jürgen Trittin haben alle geantwortet und angekündigt, sich für das Ansinnen der Schüler einzusetzen. Dr. Roy Kühne (CDU) hat zudem die Einladung der Schüler, in der Schule mit ihm über die Situation der Bildungsfinanzierung und das Partnerprojekt zu diskutieren, angenommen. Konstantin Kuhle (FDP) hat die Schüler sogar nach Berlin eingeladen.

Da die Oberschule Badenhausen bereits zum zweiten Mal als Weltklasse-Schule ausgezeichnet wurde, hatte Maren Jesaitis eine weitere Überraschung im Gepäck: Die Globale Bildungskampagne lädt die Schüler des Kurses ein, die zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne im Frühsommer 2019 in Berlin durchzuführen.

Im letzten Schuljahr wurde diese Aktion von einer Berliner Schule vor dem Reichstag zusammen mit vier Bundestagsabgeordneten umgesetzt. Die Abgeordneten sollen Druck machen, lautete eine Forderung der Schüler, damit Deutschland mehr Geld für Bildung in ärmeren Ländern ausgibt, mit dem Schulen gebaut, Lehrer ausgebildet, Frauen gefördert und Menschen mit Behinderungen an inklusiver Bildung beteiligt werden können. Um die Aktion gemeinsam mit den Schülern auszuarbeiten und vorzubereiten, wird zuvor ein Team der Globalen Bildungskampagne einen Workshop mit den Schülern des Wahlpflichtkurses Politik machen.

Die Schüler des Kurses reagierten auf die Einladung nach Berlin mit großer Begeisterung. „Die Schüler erfahren mit solchen Aktionen, dass sie Gehör finden und sich politisch einbringen können. So ein Gefühl der Selbstwirksamkeit ist immens nachhaltig und führt bei vielen Schülern zu einem politischen Interesse und ein Engagement für die Menschenrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung“, ist Thomas Koch überzeugt. Die Globale Bildungskampagne ist eine weltumspannende Bewegung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf eine gute, inklusive Bildung verwirklichen können.

Dafür würden Regierungen und internationale Organisationen wie die Weltbank beobachtet. Es werde durch öffentliche Aufmerksamkeit Druck gemacht, wenn sie den Kampf gegen die globale Bildungsmisere vernachlässigen oder ihre Politik zu mehr Bildungsungerechtigkeit führe, so die Schule.

Gemeinsam mit Schülern und Lehrkräften fordere die Globale Bildungskampagne daher jedes Jahr Regierungen weltweit auf, mehr für Bildung zu tun, indem Briefe an Abgeordnete geschrieben werden, mit ihnen diskutiert und Medienarbeit betrieben wird sowie öffentliche Aktionen durchgeführt werden.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 01.11.18; ähnlich auch im Seesener Beobachter vom 29.10.18)

 

Spenden für Haiti und eine Einladung der Bundespolitik

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Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen erfolgreich in das neue Schuljahr gestartet

Der Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, der verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor und die Unterstützung für das Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ ist, konnte erfolgreich in das neue Schuljahr starten.

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres konnten die Schülersprecher Daria Rosenthal und Tobias Krügener dem Kurs die freudige Mitteilung überbringen, dass beim „Tag für Afrika“, den die Schülervertretung der OBS organisierte und der am 19. Juni durchgeführt wurde, über 240 Euro für das Partnerprojekt der Schule, „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“, gespendet wurden. Der zuständige Abteilungsleiter von Misereor, Andreas Lohmann, bedankte sich im Auftrag von Misereor mit einer Urkunde bei den Schülern und wies darauf hin, dass mittlerweile fast 30.000 Bauernfamilien in Haiti an diesem Projekt teilnehmen und dies für die Familien eine erhebliche Verbesserung der Lebenssituation mit sich bringt. Durch die Bewirtschaftung in Form der Agroforstwirtschaft können die Böden in Haiti gesichert werden und der landwirtschaftliche Anbau erholt sich, sodass auf den lokalen Märkten auch wieder einheimische Produkte angeboten werden, wovon die Bauernfamilien profitieren.

Darüber hinaus konnte Thomas Koch dem Kurs mitteilen, dass fast alle Bundestagsabgeordneten, die der Kurs im Juni im Rahmen der Globalen Bildungskampagne „Weltklasse! – Bildung ist mehr wert“ anschrieb, geantwortet haben. In den Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD, Jürgen Trittin (Grüne), Konstantin Kuhle (FDP) und Dr. Roy Kühne (CDU) riefen die Schüler die Politiker dazu auf, weltweit, vor allem in Haiti, aber auch in Deutschland mehr Geld in Bildung zu investieren. Während der Ferienzeit erhielt der Kurs nun Antworten von Thomas Oppermann, Dr. Roy Kühne und Konstantin Kuhle. Dr. Roy Kühne leitete das Schreiben des Kurses zudem an das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Leitung der Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) weiter, das sich gleichfalls bei den Schülern zurückmeldete. Dr. Kühne möchte zudem das Angebot der Schüler wahrnehmen und in der Oberschule Badenhausen mit ihnen über die weltweite, aber auch die regionale Bildungssituation zu diskutieren sowie mehr über das Partnerprojekt zu erfahren. Die Schüler freuen sich schon auf den Besuch. Noch mehr freuten sie sich allerdings über die Einladung von Konstantin Kuhle. Der FDP-Abgeordnete lud den Kurs zu einem Besuch in den Bundestag ein, um mit ihnen gleichfalls über die weltweite und regionale Bildungssituation sowie über das Misereor-Partnerprojekt zu diskutieren. Die Vorbereitungen für die Fahrt nach Berlin laufen bereits auf Hochtouren und die Schüler erfahren so, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und sich einzubringen.

(Auch im Seesener Beobachter vom 03.09.18 und im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 02.10.18)

 

"Weltklasse! Bildung ist mehr wert"

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Schüler der Oberschule Badenhausen fordern von Politikern höhere Investitionen in die Bildung

Der Wahlpflichtkurs Politik des 7. und 8. Jahrgangs der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch forderte die Bundestagsabgeordneten der Region auf, sich für höhere Investitionen im Bildungsbereich – hier in Deutschland, aber auch weltweit – einzusetzen.

Im Rahmen der Globalen Bildungskampagne „Weltklasse! Bildung ist mehr wert“ haben die Schüler der Wahlpflichtkurses Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region – an Thomas Oppermann von der SPD, Dr. Roy Kühne von der CDU, Jürgen Trittin von den Grünen und Konstantin Kuhle von der FDP – geschrieben und sie dazu aufgefordert, sich für höhere Investitionen in der Bildung sowohl in Deutschland, aber auch weltweit einzusetzen.

Zuvor haben sich die Schüler im Unterricht mit der weltweiten Bildungssituation auseinandergesetzt. Nach Angaben der Globalen Bildungskampagne, die sich für eine Stärkung des Menschenrechts auf Bildung einsetzt, können weltweit 260 Millionen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Schule gehen. Kriege, Bürgerkriege, eine schlechte Infrastruktur, zu hohe Schulkosten, schlecht ausgestattete Schulen, schlecht ausgebildete Lehrkräfte – dies alles führt dazu, dass viele Kinder und Jugendliche ihr Menschenrecht auf Bildung nicht wahrnehmen können. So verfügen nur 1 Prozent der Schulen in Tansania über ein Waschbecken, in Kenia besitzen lediglich 21 Prozent der Schulen eine Toilette und in Liberia sind gerade einmal 6 Prozent der Schulen an der Stromversorgung angeschlossen. Ganz konkret konnten die Schüler diesen Missstand in der Auseinandersetzung mit ihrem Misereor-Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ erleben. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule Badenhausen dieses Projekt, indem die Schulgemeinde und die Öffentlichkeit über die Situation in Haiti informiert, das Thema im Unterricht behandelt wird, der Kontakt mit Misereor gestaltet wird und Spenden gesammelt werden. Das Partnerprojekt unterstützt die Wiederaufforstung Haitis, aber auch die Stärkung der Bildung. Denn die Bildungssituation in Haiti ist katastrophal. Die Analphabetenquote beträgt 50%, es gibt kaum Schulen, an denen wirklich anständig Bildung vermittelt wird. Mehr als 80% der Schulen sind Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können. Zudem werden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hurrikans immer wieder auch Schulen zerstört. Die Folgen liegen auf der Hand: ein Leben in Armut, eine hohe Geburtenrate, der wirtschaftliche Niedergang des Landes, kaum Zukunftsperspektiven. Viele versuchen diesem Teufelskreis zu durchbrechen, indem sie ihr Land verlassen und in die Nachbarländer oder nach Europa fliehen. Hier besteht also Handlungsbedarf, denn schließlich haben sich alle Unterzeichner der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen dazu verpflichtet, dieses Recht einzuhalten und zu schützen.

Die Schüler des Kurses konnten aber auch feststellen, dass selbst in so einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland mehr in Bildung investiert werden muss. So kann man immer wieder etwas über die katastrophalen Zustände etlicher Schulgebäude in Deutschland lesen. Und auch die Oberschule selbst ist betroffen. So sind den Schülern die Weiterentwicklung des digitalen Lernens und der Aufbau einer digitalen Infrastruktur wichtig, da die Oberschule Badenhausen eine MINTfreundliche – digitale Schule ist. Das methodisch-didaktisch Konzept wurde ausgezeichnet, der Schulträger ist bemüht, die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, aber bei dieser „Riesenaufgabe“ der Digitalisierung müssen die Schulträger mehr finanziell unterstützt werden.

Darüber hinaus stand bereits die Existenz der Oberschule in Frage. Hintergrund war auch hier der Investitionsdruck (u.a. energetische Maßnahmen, Brandschutz, Inklusion) des Schulträgers und der demografische Wandel. Dank massiver Protestaktionen der gesamten Schulgemeinde konnte der Fortbestand der Schule vorerst gesichert werden. Dennoch sehen die Schüler auch hier einen dringenden Handlungsbedarf: Für ein umfassendes und nachhaltiges Bildungsangebot im ländlichen Bereich muss mehr investiert werden, damit auch kleinere Schulstandorte erhalten bleiben können. Diese Forderungen richteten die Schüler an die Politiker und klärten in einer offenen Projektarbeit auch ihre Mitschüler aus anderen Kursen und Klassen über die weltweite Situation der Bildung auf. Gleichzeitig luden sie die Politiker auch nach Badenhausen ein, um mit ihnen über die Situation der Bildung hier in Deutschland, aber auch in Haiti und weltweit zu diskutieren. Gespannt warten sie, ob und wie die Politiker antworten werden.

(HarzKurier - Zeitung des Landkreises Göttingen vom 28.06.18 und Seesener Beobachter vom 28.06.18)

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Oberschule engagiert sich für das Menschenrecht auf Bildung

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Die OBS Badenhausen wurde mit dem Weltklasse-Siegel ausgezeichnet.

Der Wahlpflichtkurs Politik des siebten und achten Jahrgangs, der die Partnerschaft mit Misereor hauptsächlich betreut, hat Besuch aus Berlin bekommen. Maren Jesaitis, Kampagnenleiterin der Globalen Bildungskampagne, kam an die Oberschule Badenhausen (OBS), um den Schülern das Weltklasse-Siegel 2017 zu überreichen. Das Weltklasse-Siegel ist eine Auszeichnung, mit der bundesweit Schulen gewürdigt werden, die sich im Rahmen der Weltklasse-Aktion der Globalen Bildungskampagne für das Menschenrecht auf Bildung starkmachen und ihre Botschaften aktiv in die Politik tragen.

Die Globale Bildungskampagne honoriert damit das Engagement der OBS für das Menschenrecht auf Bildung. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule seit dem vergangenen Schuljahr das Entwicklungsprojekt „Agroforstwirtschaft – Ein neues Fundament für Haiti“. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben sich die Schüler mit den politischen, wirtschaftlichen, klimatischen und geologischen Gegebenheiten Haitis auseinandergesetzt und sind dabei auch auf die katastrophale Bildungssituation in Haiti gestoßen. Fast 50 Prozent der Einwohner Haitis sind Analphabeten. Staatliche Schulen gibt es kaum, die wenigen, die vorhanden sind, sind zumeist schlecht ausgestattet. Haiti entwickelt sich immer mehr zu einem sogenannten gefallenen Staat, in dem eine staatliche Infrastruktur kaum noch vorhanden ist.

Während der Feierstunde übernahmen die Schüler die Begrüßung mit einem kleinen Theaterstück, in dem die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland denen in Haiti gegenübergestellt wurden. Danach präsentierten sie ihre in den Wahlpflichtkursen durchgeführten Aktivitäten - angefangen bei einer Einführung in die Thematik durch den Misereor-Mitarbeiter Johannes Schaaf, über die Öffentlichkeitsarbeit bei diversen Schulveranstaltungen bis zur Einladung der Direktkandidaten zur Bundestagswahl.

Maren Jesaitis hob das besondere Engagement der OBS hervor: „Es ist wichtig, sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen weltweit einzusetzen. Dies kann man vor allem erreichen, indem man die Politik in die Pflicht nimmt, mit Politikern ins Gespräch kommt und sie immer wieder auf diese Missstände hinweist.“ Gerade in einem Zeitalter, in dem ein amerikanischer Präsident den Nationalismus des 19. Jahrhunderts wieder als Staatsziel ausgebe, sei es wichtig, dass die weltweite Staatengemeinschaft zusammenrücke. Nur gemeinsam könne man die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, ergänzte der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch, der dieses Projekt leitet.

Die Globale Bildungskampagne ist ein internationaler Zusammenschluss von nationalen, regionalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Gemeinsam machen sie auf die globale Bildungsmisere aufmerksam.

Die nächsten Projekte hat der Wahlpflichtkurs bereits im Blick. „Demnächst laden wir den Gewinner des Wahlkreises ein beziehungsweise alle die Kandidaten unserer Region, die es in den Bundestag geschafft haben, um sie gleich in die Pflicht zu nehmen, sich für das Menschrecht auf Bildung speziell in Haiti einzusetzen“, berichtet Thomas Koch.

(Herma Niemann im Seesener Beobachter vom und im Harz Kurier vom 07.10.17)

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.bildungskampagne.org/gbk-uebergibt-brandneues-weltklasse-siegel-die-schuelerinnen-der-oberschule-badenhausen

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Schüler engagieren sich für Haiti

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Die OBS Badenhausen stellte ihr Patenprojekt zur Aufforstung Haitis der FDP-Direktkandidatin Nicole Langer vor.

Um das Patenprojekt Haiti, das die Oberschule Badenhausen (OBS) zusammen mit dem katholischen Hilfswerk Misereor unterhält, mehr öffentlich zu machen und die Politik zum Handeln aufzurufen, hatte der Wahlpflichtkurs Politik des achten Jahrgang unter Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, die Direktkandidaten für die Bundestagswahl eingeladen. Nach dem im Mai bereits die Grünen Politikerin Viola von Cramon an einer Gesprächsrunde teilgenommen hatte, war in der vergangenen Woche die FDP-Direktkandidatin Nicole Lange zu Gast in Badenhausen. Anhand erstellter Plakate stellten die Schüler die katastrophale Situation in Haiti vor.

Haiti zählt zu den sogenannten „failed states“, das heißt, dass ein Staat gar nicht wirklich existiert. Eine funktionierende öffentliche Verwaltung, Polizei, ein Gesundheitssystem, all das ist dort nicht vorhanden. Zudem lebt ein Großteil der rund acht Mio Einwohner in bitterer Armut. Immer wieder wird Haiti auch von verheerenden Naturkatastrophen heimgesucht. 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, dennoch ist Haiti nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Aufgrund einer rücksichtslosen Abholzung sind in Haiti kaum noch Wälder vorhanden, wodurch fruchtbarer Boden nicht mehr gehalten werden kann und die Einwohner nichts mehr anbauen können. Hier setzt das von der OBS unterstützte Projekt von Misereor an. Die Bevölkerung soll über die Folgen der Abholzungen aufgeklärt werden. Gemeinsam wird die Bewirtschaftung des Landes in Form der Agroforstwirtschaft angestrebt. Bäumen werden gepflanzt, um zum einen, den Boden zu halten, und zum anderen auch Erträge in Form von Früchten zu bekommen oder als Tropenholz gefällt oder verkauft zu werden. Neben dem Patenprojekt in Haiti wiesen die Schüler aber besonders auf die katastrophale Bildungs-Situation hin. Staatliche Schulen sind überfüllt, haben keine Materialien und die Lehrer sind schlecht bis gar nicht ausgebildet. Die Folgen sind eine enorme Analphabeten-Quote von 50 Prozent sowie bittere Armut und eine Flucht in die Slums der Städte. Die Schüler baten die Politikerin, sich für eine Verbesserung der Bildungssituation in Haiti, aber auch weltweit, einzusetzen. „Ich finde das Projekt grundsätzlich toll“, so Nicole Langer, die sagte, dass sie Kommunalpolitiker ansprechen werde, damit die OBS für die Durchführung mehr Unterstützung erhalte. Darüber hinaus wolle sie das Projekt bekannter machen und bot sich für weitere Aktionen an. „Ihr könnt mich gerne einladen, um Spendenaktionen durchzuführen“. So schlug sie auch vor, eine Spaßaktion anzubieten, in der man sie gegen einen bestimmten Spendenbetrag mit einer Torte abwerfen dürfe. Auf die Frage der Schüler, wie sie zur Politik gekommen sei, antwortete Langer, dass sie mit der wirtschaftlichen Situation unzufrieden gewesen sei und etwas ändern wollte. Den letzten Ausschlag für ihr politisches Engagement habe die vergangene Kommunalwahl ausgelöst. „Als ich gesehen habe, dass die AfD in meinem Wohnort doppelt so viele Stimmen wie die FDP bekam, wusste ich, dass ich so eine Situation nicht wollte“.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 24.06.17 und im Seesner Beobachter vom 15.06.17)

Auch über diese Veranstaltung berichtet die Globale Bildungskampagne auf ihrer Homepage:

https://www.bildungskampagne.org/schuelerinnen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-die-bildung-haiti

 

Politiker sollen sich mehr für die Probleme Haitis interessieren

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Um die Politik auf ihr Schulpatenschafts-Projekt Haiti aufmerksam zu machen, haben die Schüler des Wahlpflichtkurses 8 der Oberschule Badenhausen (OBS) mehrere große Parteien angeschrieben und zu sich eingeladen. Die erste, die darauf reagiert habe, sei die Direktkandidatin der Grünen, Viola von Cramon, gewesen, berichtete der didaktische Leiter der OBS Thomas Koch. Von Cramon nahm die Einladung gerne an und besuchte zusammen mit der im Gemeinderat von Bad Grund sitzenden Clarissa Reisen-Bergmann am vergangenen Freitag die Projektvorstellung in der Cafeteria der Schule. Mit der Übernahme der Schulpatenschaft unterstützt die OBS ein Wiederaufforstungsprojekt der Hilfsorganisation Misereor und wird dadurch eine von 15 Misereor-Patenschulen.

Anhand von großformatigen Plakaten informierten die Schüler die Grünen-Politikerinnen über das Land und die Lebensumstände der rund acht Millionen Einwohner Haitis auf der Karibikinsel Hispaniola. Der größte Anteil der Menschen seien Bauern, die, dadurch dass der Boden durch unkontrollierte Abholzung unfruchtbar ist, sich nicht aus eigener Kraft ernähren können. Zudem sind rund 50 Prozent der Menschen Analphabeten, auch weil es dort nur sehr wenige Schulen gibt. Viele Schulen seien zudem Privatschulen, die sich nur die wenigsten leisten können. Viola von Cramon, die in der Legislaturperiode 2009 bis 2013 Mitglied des Bundestages war, zeigte sich sehr interessiert, auch weil, wie sie berichtete, selbst im Jahr 2011 in Haiti gewesen sei. „Ich habe schon viel gesehen“, so von Cramon, „aber so eine Armut wie in Haiti noch nicht“. Seit dem Erdbeben sei dort so gut wie nichts geschehen. „Die Familien hausen dort unter Planen, und das auch mit kleinen Kindern und Babys“. Dennoch bringe es vermutlich gar nichts, finanzielle Hilfe nach Haiti zu schicken, solange dort Gelder durch Korruption in undurchsichtigen Kanälen versacken würden. Zum momentanen Zeitpunkt sei eine Patenschaft das Sinnvollste. „Ich finde es klasse, dass ihr euch engagiert und dadurch andere Menschen für die Probleme sensibilisiert“, so von Cramon.

Roman und Alexa führten durch die Präsentation und übernahmen auch die Moderation. Beide waren wie auch die anderen Schüler sehr gut vorbereitet auf den Besuch. Roman hatte sich über den Werdegang der Politikerin informiert. Auch Alexa war sehr gut vorbereitet, was sich besonders dadurch zeigte, dass sie auch auf spontane Fragen der beiden Politikerinnen bis ins Detail Auskunft geben konnte.

Anfang Juni werden die Schüler ihr Projekt der Direktkandidatin der FDP Nicole Langer vorstellen. Die offizielle Projektübernahme wird dann im Rahmen der Abschlussfeier der OBS stattfinden.

(Herma Niemann, Harz Kurier vom 27.05.17 und Seesener Beobachter vom 31.05.17)

Unser Engagement für Haiti - insbesondere für die Verbesserung der katastrophalen Bildungssituation in Haiti - beeindruckt viele. Auch die Globale Bildungskampagne berichtet im Rahmen der Aktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ über unser Engagement:

https://www.bildungskampagne.org/weltklasse-diskussion-der-oberschule-badenhausen

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OBS Badenhausen
Am Johannisborn 16
37539 Bad Grund (Harz)

Tel. 05522 / 312520
Fax 05522 / 3125229

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