Oberschule Badenhausen

Soziales und nachhaltiges Lernen - Weltklasse-Schule

Einsatz für weltweite Bildung

Die Oberschule Badenhausen setzt sich für das Recht auf Bildung für jeden - und zwar weltweit - ein! Hierfür nehmen wir an den Aktionstagen der Globalen Bildungskampagne teil.

 

OBS ist erneut Weltklasse-Schule

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Globale Bildungskampagne würdigt Einsatz der Schüler für das Menschenrecht auf Bildung.

Maren Jesaitis von der Globalen Bildungskampagne überreichte dem Wahlpflichtkurs Politik unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch die erneute Auszeichnung zur Weltklasse-Schule. Damit wurde der Einsatz des Kurses für das Menschenrecht auf Bildung gewürdigt. Hierfür betätigten sich die Schüler als „Lobbyisten“ für mehr als 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit, die keine Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen, heißt es vonseiten der Schule.

Die Schüler schrieben Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region und forderten sie auf, sich für mehr Investitionen in die Bildung weltweit und auch in Deutschland einzusetzen. In der Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht konnten die Schüler ganz konkret diesen Missstand am Partnerprojekt der Oberschule Badenhausen, „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“, erleben. Das Partnerprojekt unterstützt in erster Linie die Wiederaufforstung Haitis, setzt sich aber auch für die Stärkung der Bildung ein.

Denn die Bildungssituation in Haiti sei katastrophal, berichtet die Schule. Die Analphabetenquote betrage 50 Prozent und es gebe kaum Schulen. Die wenigen Schulen seien überwiegend Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können.

Zudem würden durch Naturkatastrophen immer wieder Schulen zerstört. Diese katastrophale Bildungssituation wirke sich auf das Land aus: Eine Infrastruktur sei kaum vorhanden und gut Ausgebildete verlassen Haiti.

Doch selbst in einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland lägen die Bildungsausgaben unter dem OECD-Durchschnitt und etliche Schulgebäude befänden sich in einem katastrophalen Zustand, kritisiert die Schule. Zudem würden die sächliche und personelle Ausstattung im IT-Bereich den heutigen und vor allem zukünftigen Anforderungen zumeist überhaupt nicht genügen. Auch hier wurden die Politiker dazu aufgerufen, mehr in das Zukunftskapital Bildung zu investieren.

Erfreut zeigten sich die Schüler über die Reaktionen der Politiker. Bis auf Jürgen Trittin haben alle geantwortet und angekündigt, sich für das Ansinnen der Schüler einzusetzen. Dr. Roy Kühne (CDU) hat zudem die Einladung der Schüler, in der Schule mit ihm über die Situation der Bildungsfinanzierung und das Partnerprojekt zu diskutieren, angenommen. Konstantin Kuhle (FDP) hat die Schüler sogar nach Berlin eingeladen.

Da die Oberschule Badenhausen bereits zum zweiten Mal als Weltklasse-Schule ausgezeichnet wurde, hatte Maren Jesaitis eine weitere Überraschung im Gepäck: Die Globale Bildungskampagne lädt die Schüler des Kurses ein, die zentrale Aktion der Globalen Bildungskampagne im Frühsommer 2019 in Berlin durchzuführen.

Im letzten Schuljahr wurde diese Aktion von einer Berliner Schule vor dem Reichstag zusammen mit vier Bundestagsabgeordneten umgesetzt. Die Abgeordneten sollen Druck machen, lautete eine Forderung der Schüler, damit Deutschland mehr Geld für Bildung in ärmeren Ländern ausgibt, mit dem Schulen gebaut, Lehrer ausgebildet, Frauen gefördert und Menschen mit Behinderungen an inklusiver Bildung beteiligt werden können. Um die Aktion gemeinsam mit den Schülern auszuarbeiten und vorzubereiten, wird zuvor ein Team der Globalen Bildungskampagne einen Workshop mit den Schülern des Wahlpflichtkurses Politik machen.

Die Schüler des Kurses reagierten auf die Einladung nach Berlin mit großer Begeisterung. „Die Schüler erfahren mit solchen Aktionen, dass sie Gehör finden und sich politisch einbringen können. So ein Gefühl der Selbstwirksamkeit ist immens nachhaltig und führt bei vielen Schülern zu einem politischen Interesse und ein Engagement für die Menschenrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung“, ist Thomas Koch überzeugt. Die Globale Bildungskampagne ist eine weltumspannende Bewegung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf eine gute, inklusive Bildung verwirklichen können.

Dafür würden Regierungen und internationale Organisationen wie die Weltbank beobachtet. Es werde durch öffentliche Aufmerksamkeit Druck gemacht, wenn sie den Kampf gegen die globale Bildungsmisere vernachlässigen oder ihre Politik zu mehr Bildungsungerechtigkeit führe, so die Schule.

Gemeinsam mit Schülern und Lehrkräften fordere die Globale Bildungskampagne daher jedes Jahr Regierungen weltweit auf, mehr für Bildung zu tun, indem Briefe an Abgeordnete geschrieben werden, mit ihnen diskutiert und Medienarbeit betrieben wird sowie öffentliche Aktionen durchgeführt werden.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 01.11.18; ähnlich auch im Seesener Beobachter vom 29.10.18)

 

Spenden für Haiti und eine Einladung der Bundespolitik

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Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen erfolgreich in das neue Schuljahr gestartet

Der Wahlpflichtkurs Politik der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, der verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor und die Unterstützung für das Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ ist, konnte erfolgreich in das neue Schuljahr starten.

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres konnten die Schülersprecher Daria Rosenthal und Tobias Krügener dem Kurs die freudige Mitteilung überbringen, dass beim „Tag für Afrika“, den die Schülervertretung der OBS organisierte und der am 19. Juni durchgeführt wurde, über 240 Euro für das Partnerprojekt der Schule, „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“, gespendet wurden. Der zuständige Abteilungsleiter von Misereor, Andreas Lohmann, bedankte sich im Auftrag von Misereor mit einer Urkunde bei den Schülern und wies darauf hin, dass mittlerweile fast 30.000 Bauernfamilien in Haiti an diesem Projekt teilnehmen und dies für die Familien eine erhebliche Verbesserung der Lebenssituation mit sich bringt. Durch die Bewirtschaftung in Form der Agroforstwirtschaft können die Böden in Haiti gesichert werden und der landwirtschaftliche Anbau erholt sich, sodass auf den lokalen Märkten auch wieder einheimische Produkte angeboten werden, wovon die Bauernfamilien profitieren.

Darüber hinaus konnte Thomas Koch dem Kurs mitteilen, dass fast alle Bundestagsabgeordneten, die der Kurs im Juni im Rahmen der Globalen Bildungskampagne „Weltklasse! – Bildung ist mehr wert“ anschrieb, geantwortet haben. In den Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD, Jürgen Trittin (Grüne), Konstantin Kuhle (FDP) und Dr. Roy Kühne (CDU) riefen die Schüler die Politiker dazu auf, weltweit, vor allem in Haiti, aber auch in Deutschland mehr Geld in Bildung zu investieren. Während der Ferienzeit erhielt der Kurs nun Antworten von Thomas Oppermann, Dr. Roy Kühne und Konstantin Kuhle. Dr. Roy Kühne leitete das Schreiben des Kurses zudem an das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Leitung der Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) weiter, das sich gleichfalls bei den Schülern zurückmeldete. Dr. Kühne möchte zudem das Angebot der Schüler wahrnehmen und in der Oberschule Badenhausen mit ihnen über die weltweite, aber auch die regionale Bildungssituation zu diskutieren sowie mehr über das Partnerprojekt zu erfahren. Die Schüler freuen sich schon auf den Besuch. Noch mehr freuten sie sich allerdings über die Einladung von Konstantin Kuhle. Der FDP-Abgeordnete lud den Kurs zu einem Besuch in den Bundestag ein, um mit ihnen gleichfalls über die weltweite und regionale Bildungssituation sowie über das Misereor-Partnerprojekt zu diskutieren. Die Vorbereitungen für die Fahrt nach Berlin laufen bereits auf Hochtouren und die Schüler erfahren so, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und sich einzubringen.

(Auch im Seesener Beobachter vom 03.09.18 und im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 02.10.18)

 

"Weltklasse! Bildung ist mehr wert"

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Schüler der Oberschule Badenhausen fordern von Politikern höhere Investitionen in die Bildung

Der Wahlpflichtkurs Politik des 7. und 8. Jahrgangs der Oberschule Badenhausen unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch forderte die Bundestagsabgeordneten der Region auf, sich für höhere Investitionen im Bildungsbereich – hier in Deutschland, aber auch weltweit – einzusetzen.

Im Rahmen der Globalen Bildungskampagne „Weltklasse! Bildung ist mehr wert“ haben die Schüler der Wahlpflichtkurses Briefe an die Bundestagsabgeordneten der Region – an Thomas Oppermann von der SPD, Dr. Roy Kühne von der CDU, Jürgen Trittin von den Grünen und Konstantin Kuhle von der FDP – geschrieben und sie dazu aufgefordert, sich für höhere Investitionen in der Bildung sowohl in Deutschland, aber auch weltweit einzusetzen.

Zuvor haben sich die Schüler im Unterricht mit der weltweiten Bildungssituation auseinandergesetzt. Nach Angaben der Globalen Bildungskampagne, die sich für eine Stärkung des Menschenrechts auf Bildung einsetzt, können weltweit 260 Millionen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Schule gehen. Kriege, Bürgerkriege, eine schlechte Infrastruktur, zu hohe Schulkosten, schlecht ausgestattete Schulen, schlecht ausgebildete Lehrkräfte – dies alles führt dazu, dass viele Kinder und Jugendliche ihr Menschenrecht auf Bildung nicht wahrnehmen können. So verfügen nur 1 Prozent der Schulen in Tansania über ein Waschbecken, in Kenia besitzen lediglich 21 Prozent der Schulen eine Toilette und in Liberia sind gerade einmal 6 Prozent der Schulen an der Stromversorgung angeschlossen. Ganz konkret konnten die Schüler diesen Missstand in der Auseinandersetzung mit ihrem Misereor-Partnerprojekt „Waldgärten – Ein neues Fundament für Haiti“ erleben. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule Badenhausen dieses Projekt, indem die Schulgemeinde und die Öffentlichkeit über die Situation in Haiti informiert, das Thema im Unterricht behandelt wird, der Kontakt mit Misereor gestaltet wird und Spenden gesammelt werden. Das Partnerprojekt unterstützt die Wiederaufforstung Haitis, aber auch die Stärkung der Bildung. Denn die Bildungssituation in Haiti ist katastrophal. Die Analphabetenquote beträgt 50%, es gibt kaum Schulen, an denen wirklich anständig Bildung vermittelt wird. Mehr als 80% der Schulen sind Privatschulen, die sich weite Teile der Bevölkerung nicht leisten können. Zudem werden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hurrikans immer wieder auch Schulen zerstört. Die Folgen liegen auf der Hand: ein Leben in Armut, eine hohe Geburtenrate, der wirtschaftliche Niedergang des Landes, kaum Zukunftsperspektiven. Viele versuchen diesem Teufelskreis zu durchbrechen, indem sie ihr Land verlassen und in die Nachbarländer oder nach Europa fliehen. Hier besteht also Handlungsbedarf, denn schließlich haben sich alle Unterzeichner der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen dazu verpflichtet, dieses Recht einzuhalten und zu schützen.

Die Schüler des Kurses konnten aber auch feststellen, dass selbst in so einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland mehr in Bildung investiert werden muss. So kann man immer wieder etwas über die katastrophalen Zustände etlicher Schulgebäude in Deutschland lesen. Und auch die Oberschule selbst ist betroffen. So sind den Schülern die Weiterentwicklung des digitalen Lernens und der Aufbau einer digitalen Infrastruktur wichtig, da die Oberschule Badenhausen eine MINTfreundliche – digitale Schule ist. Das methodisch-didaktisch Konzept wurde ausgezeichnet, der Schulträger ist bemüht, die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, aber bei dieser „Riesenaufgabe“ der Digitalisierung müssen die Schulträger mehr finanziell unterstützt werden.

Darüber hinaus stand bereits die Existenz der Oberschule in Frage. Hintergrund war auch hier der Investitionsdruck (u.a. energetische Maßnahmen, Brandschutz, Inklusion) des Schulträgers und der demografische Wandel. Dank massiver Protestaktionen der gesamten Schulgemeinde konnte der Fortbestand der Schule vorerst gesichert werden. Dennoch sehen die Schüler auch hier einen dringenden Handlungsbedarf: Für ein umfassendes und nachhaltiges Bildungsangebot im ländlichen Bereich muss mehr investiert werden, damit auch kleinere Schulstandorte erhalten bleiben können. Diese Forderungen richteten die Schüler an die Politiker und klärten in einer offenen Projektarbeit auch ihre Mitschüler aus anderen Kursen und Klassen über die weltweite Situation der Bildung auf. Gleichzeitig luden sie die Politiker auch nach Badenhausen ein, um mit ihnen über die Situation der Bildung hier in Deutschland, aber auch in Haiti und weltweit zu diskutieren. Gespannt warten sie, ob und wie die Politiker antworten werden.

(HarzKurier - Zeitung des Landkreises Göttingen vom 28.06.18 und Seesener Beobachter vom 28.06.18)

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Oberschule engagiert sich für das Menschenrecht auf Bildung

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Die OBS Badenhausen wurde mit dem Weltklasse-Siegel ausgezeichnet.

Der Wahlpflichtkurs Politik des siebten und achten Jahrgangs, der die Partnerschaft mit Misereor hauptsächlich betreut, hat Besuch aus Berlin bekommen. Maren Jesaitis, Kampagnenleiterin der Globalen Bildungskampagne, kam an die Oberschule Badenhausen (OBS), um den Schülern das Weltklasse-Siegel 2017 zu überreichen. Das Weltklasse-Siegel ist eine Auszeichnung, mit der bundesweit Schulen gewürdigt werden, die sich im Rahmen der Weltklasse-Aktion der Globalen Bildungskampagne für das Menschenrecht auf Bildung starkmachen und ihre Botschaften aktiv in die Politik tragen.

Die Globale Bildungskampagne honoriert damit das Engagement der OBS für das Menschenrecht auf Bildung. Als Partnerschule von Misereor unterstützt die Oberschule seit dem vergangenen Schuljahr das Entwicklungsprojekt „Agroforstwirtschaft – Ein neues Fundament für Haiti“. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben sich die Schüler mit den politischen, wirtschaftlichen, klimatischen und geologischen Gegebenheiten Haitis auseinandergesetzt und sind dabei auch auf die katastrophale Bildungssituation in Haiti gestoßen. Fast 50 Prozent der Einwohner Haitis sind Analphabeten. Staatliche Schulen gibt es kaum, die wenigen, die vorhanden sind, sind zumeist schlecht ausgestattet. Haiti entwickelt sich immer mehr zu einem sogenannten gefallenen Staat, in dem eine staatliche Infrastruktur kaum noch vorhanden ist.

Während der Feierstunde übernahmen die Schüler die Begrüßung mit einem kleinen Theaterstück, in dem die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland denen in Haiti gegenübergestellt wurden. Danach präsentierten sie ihre in den Wahlpflichtkursen durchgeführten Aktivitäten - angefangen bei einer Einführung in die Thematik durch den Misereor-Mitarbeiter Johannes Schaaf, über die Öffentlichkeitsarbeit bei diversen Schulveranstaltungen bis zur Einladung der Direktkandidaten zur Bundestagswahl.

Maren Jesaitis hob das besondere Engagement der OBS hervor: „Es ist wichtig, sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen weltweit einzusetzen. Dies kann man vor allem erreichen, indem man die Politik in die Pflicht nimmt, mit Politikern ins Gespräch kommt und sie immer wieder auf diese Missstände hinweist.“ Gerade in einem Zeitalter, in dem ein amerikanischer Präsident den Nationalismus des 19. Jahrhunderts wieder als Staatsziel ausgebe, sei es wichtig, dass die weltweite Staatengemeinschaft zusammenrücke. Nur gemeinsam könne man die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, ergänzte der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch, der dieses Projekt leitet.

Die Globale Bildungskampagne ist ein internationaler Zusammenschluss von nationalen, regionalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Gemeinsam machen sie auf die globale Bildungsmisere aufmerksam.

Die nächsten Projekte hat der Wahlpflichtkurs bereits im Blick. „Demnächst laden wir den Gewinner des Wahlkreises ein beziehungsweise alle die Kandidaten unserer Region, die es in den Bundestag geschafft haben, um sie gleich in die Pflicht zu nehmen, sich für das Menschrecht auf Bildung speziell in Haiti einzusetzen“, berichtet Thomas Koch.

(Herma Niemann im Seesener Beobachter vom und im Harz Kurier vom 07.10.17)

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.bildungskampagne.org/gbk-uebergibt-brandneues-weltklasse-siegel-die-schuelerinnen-der-oberschule-badenhausen

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Schüler engagieren sich für Haiti

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Die OBS Badenhausen stellte ihr Patenprojekt zur Aufforstung Haitis der FDP-Direktkandidatin Nicole Langer vor.

Um das Patenprojekt Haiti, das die Oberschule Badenhausen (OBS) zusammen mit dem katholischen Hilfswerk Misereor unterhält, mehr öffentlich zu machen und die Politik zum Handeln aufzurufen, hatte der Wahlpflichtkurs Politik des achten Jahrgang unter Leitung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Koch, die Direktkandidaten für die Bundestagswahl eingeladen. Nach dem im Mai bereits die Grünen Politikerin Viola von Cramon an einer Gesprächsrunde teilgenommen hatte, war in der vergangenen Woche die FDP-Direktkandidatin Nicole Lange zu Gast in Badenhausen. Anhand erstellter Plakate stellten die Schüler die katastrophale Situation in Haiti vor.

Haiti zählt zu den sogenannten „failed states“, das heißt, dass ein Staat gar nicht wirklich existiert. Eine funktionierende öffentliche Verwaltung, Polizei, ein Gesundheitssystem, all das ist dort nicht vorhanden. Zudem lebt ein Großteil der rund acht Mio Einwohner in bitterer Armut. Immer wieder wird Haiti auch von verheerenden Naturkatastrophen heimgesucht. 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, dennoch ist Haiti nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Aufgrund einer rücksichtslosen Abholzung sind in Haiti kaum noch Wälder vorhanden, wodurch fruchtbarer Boden nicht mehr gehalten werden kann und die Einwohner nichts mehr anbauen können. Hier setzt das von der OBS unterstützte Projekt von Misereor an. Die Bevölkerung soll über die Folgen der Abholzungen aufgeklärt werden. Gemeinsam wird die Bewirtschaftung des Landes in Form der Agroforstwirtschaft angestrebt. Bäumen werden gepflanzt, um zum einen, den Boden zu halten, und zum anderen auch Erträge in Form von Früchten zu bekommen oder als Tropenholz gefällt oder verkauft zu werden. Neben dem Patenprojekt in Haiti wiesen die Schüler aber besonders auf die katastrophale Bildungs-Situation hin. Staatliche Schulen sind überfüllt, haben keine Materialien und die Lehrer sind schlecht bis gar nicht ausgebildet. Die Folgen sind eine enorme Analphabeten-Quote von 50 Prozent sowie bittere Armut und eine Flucht in die Slums der Städte. Die Schüler baten die Politikerin, sich für eine Verbesserung der Bildungssituation in Haiti, aber auch weltweit, einzusetzen. „Ich finde das Projekt grundsätzlich toll“, so Nicole Langer, die sagte, dass sie Kommunalpolitiker ansprechen werde, damit die OBS für die Durchführung mehr Unterstützung erhalte. Darüber hinaus wolle sie das Projekt bekannter machen und bot sich für weitere Aktionen an. „Ihr könnt mich gerne einladen, um Spendenaktionen durchzuführen“. So schlug sie auch vor, eine Spaßaktion anzubieten, in der man sie gegen einen bestimmten Spendenbetrag mit einer Torte abwerfen dürfe. Auf die Frage der Schüler, wie sie zur Politik gekommen sei, antwortete Langer, dass sie mit der wirtschaftlichen Situation unzufrieden gewesen sei und etwas ändern wollte. Den letzten Ausschlag für ihr politisches Engagement habe die vergangene Kommunalwahl ausgelöst. „Als ich gesehen habe, dass die AfD in meinem Wohnort doppelt so viele Stimmen wie die FDP bekam, wusste ich, dass ich so eine Situation nicht wollte“.

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 24.06.17 und im Seesner Beobachter vom 15.06.17)

Auch über diese Veranstaltung berichtet die Globale Bildungskampagne auf ihrer Homepage:

https://www.bildungskampagne.org/schuelerinnen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-die-bildung-haiti

 

Politiker sollen sich mehr für die Probleme Haitis interessieren

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Um die Politik auf ihr Schulpatenschafts-Projekt Haiti aufmerksam zu machen, haben die Schüler des Wahlpflichtkurses 8 der Oberschule Badenhausen (OBS) mehrere große Parteien angeschrieben und zu sich eingeladen. Die erste, die darauf reagiert habe, sei die Direktkandidatin der Grünen, Viola von Cramon, gewesen, berichtete der didaktische Leiter der OBS Thomas Koch. Von Cramon nahm die Einladung gerne an und besuchte zusammen mit der im Gemeinderat von Bad Grund sitzenden Clarissa Reisen-Bergmann am vergangenen Freitag die Projektvorstellung in der Cafeteria der Schule. Mit der Übernahme der Schulpatenschaft unterstützt die OBS ein Wiederaufforstungsprojekt der Hilfsorganisation Misereor und wird dadurch eine von 15 Misereor-Patenschulen.

Anhand von großformatigen Plakaten informierten die Schüler die Grünen-Politikerinnen über das Land und die Lebensumstände der rund acht Millionen Einwohner Haitis auf der Karibikinsel Hispaniola. Der größte Anteil der Menschen seien Bauern, die, dadurch dass der Boden durch unkontrollierte Abholzung unfruchtbar ist, sich nicht aus eigener Kraft ernähren können. Zudem sind rund 50 Prozent der Menschen Analphabeten, auch weil es dort nur sehr wenige Schulen gibt. Viele Schulen seien zudem Privatschulen, die sich nur die wenigsten leisten können. Viola von Cramon, die in der Legislaturperiode 2009 bis 2013 Mitglied des Bundestages war, zeigte sich sehr interessiert, auch weil, wie sie berichtete, selbst im Jahr 2011 in Haiti gewesen sei. „Ich habe schon viel gesehen“, so von Cramon, „aber so eine Armut wie in Haiti noch nicht“. Seit dem Erdbeben sei dort so gut wie nichts geschehen. „Die Familien hausen dort unter Planen, und das auch mit kleinen Kindern und Babys“. Dennoch bringe es vermutlich gar nichts, finanzielle Hilfe nach Haiti zu schicken, solange dort Gelder durch Korruption in undurchsichtigen Kanälen versacken würden. Zum momentanen Zeitpunkt sei eine Patenschaft das Sinnvollste. „Ich finde es klasse, dass ihr euch engagiert und dadurch andere Menschen für die Probleme sensibilisiert“, so von Cramon.

Roman und Alexa führten durch die Präsentation und übernahmen auch die Moderation. Beide waren wie auch die anderen Schüler sehr gut vorbereitet auf den Besuch. Roman hatte sich über den Werdegang der Politikerin informiert. Auch Alexa war sehr gut vorbereitet, was sich besonders dadurch zeigte, dass sie auch auf spontane Fragen der beiden Politikerinnen bis ins Detail Auskunft geben konnte.

Anfang Juni werden die Schüler ihr Projekt der Direktkandidatin der FDP Nicole Langer vorstellen. Die offizielle Projektübernahme wird dann im Rahmen der Abschlussfeier der OBS stattfinden.

(Herma Niemann, Harz Kurier vom 27.05.17 und Seesener Beobachter vom 31.05.17)

Unser Engagement für Haiti - insbesondere für die Verbesserung der katastrophalen Bildungssituation in Haiti - beeindruckt viele. Auch die Globale Bildungskampagne berichtet im Rahmen der Aktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ über unser Engagement:

https://www.bildungskampagne.org/weltklasse-diskussion-der-oberschule-badenhausen

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OBS Badenhausen
Am Johannisborn 16
37539 Bad Grund (Harz)

Tel. 05522 / 312520
Fax 05522 / 3125229

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