Oberschule Badenhausen

Fremdsprachenunterricht

Von Muttersprachlern spielerisch lernen

Das FranceMobil war an der Oberschule Badenhausen zu Gast und begeisterte für die Französische Sprache.

Badenhausen. Der letzte Schultag vor den Herbstferien stand an der Oberschule Badenhausen (OBS) ganz im Zeichen Frankreichs. Das FranceMobil machte an dem Tag Halt an der OBS und begeisterte mit den beiden Lektorinnen und Muttersprachlerinnenn Sascha Leclercq (aus Bremen) und Manon Garandeau (aus Hamburg) auf spielerische Art die Schüler für die Französische Sprache. Im Gepäck hatten die beiden Lektorinnen Spiele, Musik und andere landeskundliche Materialien über das Nachbarland. Ziel der Aktion ist es unter anderem, den Schülern den Spaß am Erlernen der französischen Sprache zu vermitteln und auch, für einen Auslandsaufenthalt in Frankreich zu begeistern. Alle Französisch-Schüler der OBS, darunter die sechsten Klassen, die Wahlpflichtkurse 7 und 8 und die Profilkurse 9 und 10, erhielten jeweils eine Doppelstunde. In der sechsten Klasse wurde mit dem Basiswissen der französischen Sprache wie den Begrüßungsfloskeln „Ich heiße ..“, „Ich wohne in ...“ begonnen, welche anschließend mit einem Würfelspiel, bei dem jeder Schüler an die Reihe kam, gefestigt wurde. Die Farben Gelb, Rot, Blau und Grün wurden mit einem Spiel über Tiere geübt. Mit Bewegungsspielen und ihrer sympatischen Art lockerten die beiden Lektorinnen den Unterricht auf. Waren die Schüler anfangs noch etwas zaghaft und schüchtern, so veränderte sich dies im Laufe des Unterrichtes, was hauptsächlich an der spielerischen Art und Weise der beiden Lektorinnen lag, mit der sie die Übungen gestalteten. Bis auf wenige Ausnahmen wurde fast hinausschlich Französisch gesprochen, was die Schüler zunehmend besser verstanden. „Ihr habt gerade erst seit sechs Wochen Französisch, das war richtig gut“, lobte Sascha Leclercq die Schüler, die zum Abschluss noch viele Fragen an die beiden Muttersprachlerinnen loswerden konnten. In den Klassen sieben und acht sowie neun und zehn wurde der Lernstoff dem Kenntnisstand entsprechend angewandt. Hier standen hauptsächlich die Landeskunde, Städte und Lieder im Vordergrund. Das Angebot von FranceMobil ist kostenlos und wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft/Institut francais Deutschland angeboten und von dem deutsch-französischen Institut (dfi) Erlangen sowie dem Ernst Klett Verlag unterstützt. Zudem beteiligt sich das Land Hessen finanziell am FranceMobil. Die Programme FranceMobil und das Pendant mobilklasse.de (Online-Animationen) wurden 2004 für ihr vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet. Seit 2002 haben die FranceMobile-Lektoren über 17.000 Schulen besucht und über 1,4 Mio Schüler erreicht. Weitere Informationen unter www.francemobil.fr.

Erstmalig haben Schüler der OBS an der DELF-Prüfung teilgenommen, die Ende September in Goslar abgenommen wurde. Die DELF-Prüfung (Diplôme d’études de langue francaise) ist ein international anerkannte Zertifikat für „Französisch als Fremdsprache“. Es dient als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und fand auf freiwilliger Basis statt. Die OBS-Schüler Elias Ludwig und Leticia Hilgenfeld (beide Klasse 10a) und Tim Büschel und Mia Walther (beide Klasse 9a) haben sie in ihrer Freizeit abgelegt. Die Ergebnisse werden Ende November bekannt gegeben.

(Text und Fotos: Herma Niemann im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 17.10.2020, und im Seesener Beobachter vom 12.10.2020)

DELFPrüfung

 

Aus Neuseeland nach Badenhausen

Ehemalige Lehrerin aus Christchurch/ Neuseeland stellte sich den Fragen der Oberschüler

Neuseeland

Kürzlich kam eine besondere Besucherin an die Oberschule Badenhausen: Kathleen McKenzi, ehemalige Grundschullehrerin aus Christchurch/ Neuseeland, besuchte die Klasse 10a im Englischunterricht.

Die 75-jährige Neuseeländerin befand sich gerade auf einer zweimonatigen Europareise, bevor sie einige Tage bei ihrer Familie in Großbritannien verbringt, und machte einen Zwischenstopp in Badenhausen. Denn dort befasste sich die Klasse 10a mit ihrer Englischlehrkraft Christiane Friedrich gerade mit dem Thema Neuseeland. Insofern passte ein Besuch der ehemaligen Grundschullehrerin, die Friedrich im vergangenen Jahr in Kanada kennen lernte, sehr gut in den Unterricht.

Die Schüler waren gut vorbereitet und hatten sich etliche Fragen überlegt, die sie McKenzi stellten. So ging das Unterrichtsgespräch über die Maoris, das neuseeländische Schulsystem bis zur neuseeländischen Flora und Fauna. Natürlich war auch der Brexit Thema des Gesprächs. Das gesamte Gespräch wurde natürlich auf Englisch geführt, was für die Schüler aufgrund des Akzentes nicht immer einfach war. „Dennoch fanden die Schüler es klasse und ihren Akzent toll und offenbar haben sie auch wirklich viel verstanden und es wurde viel gelacht“, fasst Christiane Friedrich den Besuch zusammen. „Das Beste war allerdings, als die Schüler anfingen, auch untereinander auf Englisch zu diskutieren! Da hat sogar Kathleen McKenzi gestaunt“, so Friedrich weiter.

Der Besuch war ein Baustein des praxisorientierten Englischunterrichts an der Oberschule. Im Vordergrund steht dabei die praktische Anwendung der Fremdsprache. Dies geschieht auf verschiedene Weise: So gibt es unter anderem in jedem Schuljahr ein bilinguales Angebot im Wahlpflichtbereich. Zurzeit können die Schüler einen bilingual geführten Kunst-Kurs belegen.

Zudem nehmen regelmäßig Schüler der OBS Badenhausen am Model European Parliament in den Niederlanden teil. Dort wird die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments nachgestellt und Schüler aus ganz Europa kommen zusammen. Daher werden auch dort die Gespräche überwiegend auf Englisch geführt.

(Aus: Seesener Beobachter vom 16.01.2020; ähnlich auch im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 06.02.2020)

 

Für drei Tage Europaabgeordnete

Badenhäuser Oberschüler nahmen am diesjährigen Model European Parliament in den Niederlanden teil

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Als eine der wenigen Oberschulen in Niedersachsen schickt die Oberschule Badenhausen regelmäßig Schüler zum Model European Parliament (MEP) nach Kerkrade in den Niederlanden. In diesem Schuljahr entsandte die Oberschule vier Schüler des zehnten Jahrgangs mit ihren betreuenden Lehrkräften Christiane Friedrich und Sandrina Nordmann, die vom 8. November bis zum 10. November an diesem Plan- und Rollenspiel teilnahmen.

Das MEP wird jedes Jahr im November von der Afnorth International School mit Sitz in Brunssum/ Niederlande veranstaltet. Die Teilnehmer werden dabei in einer alt ehrwürdigen Abtei namens „Rolduc“ untergebracht.

Beim Model European Parliament handelt es sich um ein Plan- und Rollenspiel, bei dem Schüler aus ganz Europa die Arbeit des Europäischen Parlaments nachstellen. Bei dieser Simulation schlüpfen die Schüler in die Rolle der Abgeordneten und werden verschiedenen Parteien und Ländern zugeordnet. In unterschiedlichen Komitees wird dann über Themen wie Umweltschutz sowie über die allgemeine Innen- und Außenpolitik der EU diskutiert. In der Generalversammlung wird dann über die erarbeiteten Gesetzesentwürfe mit allen Parteien beraten, Änderungen beschlossen und abgestimmt.

Jedes Jahr besuchen ungefähr 300 Schüler aus verschiedenen Nationen der Europäischen Union das MEP in den Niederlanden. Im Fokus des diesjährigen MEP standen Zukunftsthemen der EU. So ging es darum, wie man Europa modernisieren kann, um es zukunftssicher zu gestalten. Auch die Zukunft des europäischen Arbeitsmarktes wurde diskutiert. Und natürlich stand auch das Thema Umwelt im Mittelpunkt. Neben Fragen, wie man die europäische Wirtschaft grüner gestalten könne, ging es um die Klärung, wie Europa auf die Forderungen der jüngeren Generationen nach mehr Klima- und Umweltschutz und mehr Nachhaltigkeit antworten solle.

Während der Diskussionen mussten auch die unterschiedlichen Wahlprogramme, Ziele und Absichten berücksichtigt werden. Es wurde über die möglichen Lösungen der politischen Probleme der EU diskutiert und über die Durchsetzungen derselben.

Gesprochen wurde nur Englisch, so dass jeder, der dort eingeladen war, auch sinngemäß mitreden und seine Ideen und Überlegungen auf Englisch einbringen musste. Außerdem war jeder Besucher angemessen gekleidet: Die Schüler trugen Anzüge und die Schülerinnen elegante Kleider, Röcke mit Blazern oder Ähnliches.

Im Zuge der Veranstaltung erhielten die Schüler einen tiefen Einblick in die Welt der Politik und konnten erleben, wie das Europäische Parlament wirklich funktioniert. Dabei sammelten die vier Schüler zusätzlich auch Erfahrungen im Bereich der englischen Sprache und konnten ihre Sprachkenntnisse aufbessern. „Beides ist uns wichtig“, so der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch. „Wir möchten die Kompetenzen in Englisch fördern und bieten daher die Teilnahme am MEP sowie einen bilingualen Kunstkurs im achten Jahrgang an. Und gleichzeitig möchten wir das politische Interesse und das politische Verständnis stärken. Auch hier ist die Teilnahme am MEP neben unserem Engagement in der Globalen Bildungskampagne, dem Angebot zweier Politikkurse und der Kooperation mit unterschiedlichen Partnern der politischen Bildung ein Schwerpunkt.“, so Koch weiter.

„Wir haben viele Menschen kennen gelernt und ich selbst konnte meine Hemmschwelle, Englisch zu sprechen, überwinden. Ich würde da gern noch einmal hinfahren“, zog die teilnehmende Schülerin Natalia Fenske ein Fazit zu diesem Wochenende. Und die betreuende Englisch-Lehrkraft Christiane Friedrich ergänzt: „Obwohl die Schüler von morgens bis abends an einem Wochenende arbeiten müssen, sind sie immer mit Begeisterung dabei. Solange das so bleibt, werde ich auch immer wieder mit Schülern am MEP teilnehmen.“

(Aus: Seesener Beobachter vom 22.11.19; ähnlich auch im Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 23.11.19)

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OBS empfängt Londoner Besuch

Christa Hopkins, ehemalige Botschaftsmitarbeiterin der britischen Hauptstadt, stellte sich den Fragen der Oberschüler.

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Kürzlich kam eine besondere Besucherin an die Oberschule Badenhausen: Christa Hopkins, ehemalige Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in London, besuchte die Klassen 5a und 7a im Englischunterricht.

Die 91-Jährige hält immer noch gern den Kontakt zu Deutschland und lässt sich dabei auch von der Brexit-Diskussion nicht abschrecken. Bereits im Vorfeld hatten die Schüler im Unterricht Briefe verfasst und sie nach Badenhausen eingeladen. Hopkins nahm an und stand den Schülern der beiden Klassen eine Unterrichtsstunde lang Rede und Antwort.

Die Kinder stellten viele Fragen zum Leben in Großbritannien und speziell in London. Auch persönliche Fragen zum Leben von Christa Hopkins wurden eine Menge gestellt – hat sie doch mit ihren 91 Jahren viel erlebt. Das gesamte Gespräch erfolgte auf Englisch, so dass die Schüler nicht nur viel Wissenswertes in Erfahrung bringen konnten, sondern intensiv ihre Fremdsprachenkenntnisse anwenden und verfeinern konnten. „Für die Schüler war die Stunde eine tolle Angelegenheit“, so Jennifer Sosinski, die betreuende Englischlehrkraft. „Sie fanden es sehr spannend und waren sehr am Leben von Christa Hopkins interessiert.“

Der Besuch war ein Baustein des praxisorientierten Englischunterrichts an der Oberschule. Im Vordergrund steht dabei das Sprechen, die Fremdsprache tatsächlich praktisch zu nutzen. Dies geschieht auf verschiedene Weise: So gibt es unter anderem in jedem Schuljahr ein bilinguales Angebot im Wahlpflichtbereich. Zurzeit können die Schüler einen bilingual geführten Kunst-Kurs belegen.

Zudem nehmen regelmäßig Schüler der OBS Badenhausen am Model European Parliament in den Niederlanden teil. Dort wird die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments nachgestellt und Schüler aus ganz Europa kommen zusammen. Daher werden auch dort die Gespräche überwiegend auf Englisch geführt.

(Aus: Harz Kurier, Tageszeitung für den Landkreis Göttingen, vom 28.09.19; ähnlich auch im Seesener Beobachter vom 24.09.19.

OBS Badenhausen
Am Johannisborn 16
37539 Bad Grund (Harz)

Tel. 05522 / 312520
Fax 05522 / 3125229

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